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    Pressemeldung
     


LR Stephan Pernkopf, Michael Tiefenbach mit jungem Kaiseradler und Gábor Wichmann von BirdLife Österreich
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Kaiseradler
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Fotos stehen Ihnen bei Angabe des angeführten Fotoautors im Zusammenhang mit dieser Aussendung zum einmaligen kostenfreien Abdruck zur Verfügung.

  Besenderter Kaiseradler-Jungvogel „Esperanza“ nach einem Jahr zurück in NÖ
BirdLife: Erstmalig insgesamt 13 Brutpaare in NÖ und Burgenland

Wien, 23. Juni  2014 – Nach langem Aufenthalt in Kroatien ist die junge Kaiseradler Dame „Esperanza“ dorthin zurückgekehrt, wo sie die ersten Flugversuche im Vorjahr unternommen hat. Mit einem GPS-Sender und viel „Hoffnung“ wurde der streng geschützte Kaiseradler-Jungvogel Ende Juli 2013 von den Experten der Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich ausgestattet. Zeitgleich übernahm LR Pernkopf die Patenschaft für den in NÖ geschlüpften Greifvogel. Die erfolgreichen Artenschutzbemühungen für den Kaiseradler der letzten Jahre zeigen Wirkung: Mit einem neuen Rekord von insgesamt 13 Brutpaaren, brüten derzeit neun Kaiseradlerpaare in NÖ und vier im Burgenland.

„Wenn ein noch unerfahrener Kaiseradler unversehrt nach einem Jahr zurückkehrt  sprechen wir schon fast von einem  Wunder, so Gábor Wichmann Greifvogelexperte bei BirdLife Österreich. Mit mehr als 6.000 zurückgelegten Flugkilometern hat Esperanza nicht nur die Slowakei und Ungarn überflogen. Der solarbetriebene kleine Sender auf dem Rücken der jungen Adlerdame  dokumentiert ihre Reise durch die Kornkammer Kroatiens, durch Bosnien bis zur serbischen Grenze und wieder retour nach Österreich. „Die Rückkehr von Esperanza in das niederösterreichische Weinviertel ist ein Beweis, dass vor allem der gemeinsame Artenschutz  mit der Einbindung verschiedenster Interessen und Akteure das natürliche Überleben der Jungvögel sichern kann“, zeigt sich LR Stephan Pernkopf hoch erfreut.

Mensch bleibt größte Gefahr für Kaiseradler
Gerade in den ersten Lebensjahren, in denen die Adler umherziehen und  überlebenswichtige Erfahrungen sammeln, sind Kaiseradler stark gefährdet. Die illegale Verfolgung sowie Stromschlag an Strommasten sind die größten Gefahren für den strenggeschützten Kaiseradler. „Jedes Jahr verlieren wir Individuen durch illegale Abschüsse oder auch durch Vergiftung. Seit 2011 wurden sechs junge Kaiseradler von uns besendert. Abgesehen von Esperanza hat keiner der schwarz-braun gefiederten Greife das 2. Lebensjahr überlebt“, bringt Wichmann den schwierigen Weg der Kaiseradler auf den Punkt.

Die seltenen Greifvögel werden erst mit fünf, frühestens mit 3-4 Jahren geschlechtsreif. Mit etwa 2.000 Brutpaaren zählt der Kaiseradler zu den seltensten europäischen Brutvögeln. In freier Wildbahn kann dieser majestätische Vogel älter als zehn Jahre werden.

Grenzüberschreitender Horstschutz bringt Rekord Brut-Erfolge in NÖ und Bgld
Grund zum Aufgeben haben die Vogelschützer allerdings nicht: Dreizehn brütende Kaiseradlerpaare sind der Beweis, dass effiziente Horstschutz – und Kontrollmaßnahmen in Niederösterreich und dem Burgenland sich ausgezahlt haben. „Bisher waren es nie mehr als zehn Brutpaare. Diese erfreuliche Entwicklung ist vor allem auch auf den grenzüberschreitende Vogelschutz in Kooperation mit unseren Partnern in der Slowakei und Ungarn zurückzuführen“, so Gábor Wichmann von BirdLife Österreich.

Esperanza‘s Satellitentracking und weitere Informationen zum Kaiseradler-Projekt:

Rückfragehinweis
Mag. Bettina Klöpzig
Pressesprecherin BirdLife Österreich
mobil: +43/699/18155565
bettina.kloepzig@birdlife.at

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