DE l SK  
   
    Pressemeldung
     

Download (1.26 MB)

Download (3.91 MB)

Die Fotos stehen Ihnen bei Angabe des angeführten Fotoautors im Zusammenhang mit dieser Aussendung zum einmaligen kostenfreien Abdruck zur Verfügung.

  Rekordjahr für den Sakerfalken: 37 Jungvögel in Österreich
Höchstes Brutergebnis seit Mitte der 70er Jahre

Wien, 17. Oktober 2012 – Mitte der 70er Jahre galt der Sakerfalke in Österreich als fast gänzlich ausgestorben. Diesen Sommer erstmalig das höchste Brutergebnis: 26 Saker-Brutpaare haben 37 Jungvögel hervorgebracht. Als Steppenvogel ist dieser Großfalke auf weite und nahrungsreiche Ebenen angewiesen. Erschwerend für die Reproduktion: Sakerfalken bauen selbst keinen Horst, sondern greifen auf verlassene Nistunterlagen in luftiger Höhe mit bestem Überblick auf die Umgebung zurück. Den Aufwind für die positive Bestandsentwicklung beim Sakerfalken hat vor allem die Montage von Plattformen als Nisthilfe auf Starkstrommasten gebracht. Seit 2010 wird von BirdLife Österreich gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der VetmedUni Vienna eine Brutzeiterhebung des Sakerfalken durchgeführt. Unterstützung findet das Projekt durch die Austrian Power Grid AG, die das Projekt nicht nur finanziert, sondern auch die Montage der Nistplattformen auf ihrem Leitungsnetz ermöglicht.

„Die Jungvögel haben bereits Mitte Juni den elterlichen Horst verlassen. Über die Aufenthaltsorte und Zugbewegungen der Jungvögel ist erst in jüngster Zeit mehr bekannt geworden“, weiß Hans-Martin Berg, Vogelkundler am Naturhistorischen Museum Wien und Projektmitarbeiter bei BirdLife Österreich. „Als Brutvogel ist dieser Großfalke auf den pannonischen Raum Niederösterreichs, Wiens und des nördlichen Burgenlandes beschränkt.

Das Brutergebnis 2012 ist für den Vogelschutz durchaus motivierend: Sechs Paare haben die Nistplattformen angenommen, 12 sind ganz natürlich in alten Aaskrähennestern auf Freileitungsmasten oder Bäumen zur Brut geschritten. „Ein Saakerfalken Brutpaar kann in einer Saison durchschnittlich drei bis vier Jungvögel aufziehen. Trotz dem diesjährigen Rekordjahr könnte sich der Sakerfalken-Bruterfolg in den kommenden Jahren auch noch verdoppeln“ ergänzt Berg.

Als erfolgversprechende Schutzmaßnahme sollen Nisthilfen den gegenwärtigen Sakerfalken-Bestand von 25-30 Brutpaaren in Österreich langfristig sichern. „Mit Nisthilfen auf den bis zu 60 Meter hohen Leitungsmasten bieten wir den edlen Falken eine sichere Alternative für ihre natürlichen Brutplätze“, berichtet Dr. Richard Zink, vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna, wissenschaftlicher Leiter des Nisthilfenprogrammes zum Schutz der weltweit gefährdeten Falkenart. „In den Nist-Plattformen war der Bruterfolg auch dieses Jahr besonders hoch – gut jeder zweite österreichische Jungfalke flog aus einer Nisthilfen im Netzwerk der APG aus“, so Zink.

Gemeinsam mit Österreichs unabhängigem Übertragungsnetzbetreiber, der Austrian Power Grid AG, ist das Projekt zur Förderung des Sakerfalken in Ostösterreich gesichert. „Es ist uns ein großes Anliegen, unsere Anlagen mit Rücksicht auf die berührten Naturräume zu planen. Es freut uns daher ganz besonders, wenn wir jetzt im Herbst mit der Montage weiterer Nistplattformen einen entscheidenden Beitrag zur Förderung dieser weltweit bedrohten Greifvogelart leisten können“,  so Sven Aberle, APG-Experte im Bereich des ökologischen Trassenmanagement.

Rückfragehinweis:

Mag. Bettina Klöpzig, Birdlife Österreich, Mediensprecherin Mobil: +43 (0) 699 181 555 65, bettina.kloepzig@birdlife.at

Mag.Dr. Richard Zink, Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, Vetmeduni Vienna
Mobil: +43 (0) 664 737 832 99, saker@aon.at

Mag. Markus Pederiva, Austrian Power Grid AG, Kommunikation
Mobil: +43 (0) 664 828 6649, markus.pederiva@apg.at

weitere Pressemeldungen
  PROJEKTPARTNER

BirdLife Österreich


Verein Auring


Raptor Protection of Slovakia

     
Gefördert durch die EU im Rahmen des ETZ Slowakei-Österreich und durch das Land Niederösterreich im Projekt „CORO-SKAT“.
Spolufinancované EÚ prostredníctvom Programu cezhraničnej spolupráce Slovenská republika – Rakúsko 2007-2013 a krajinou Niederösterreich, v rámci projektu „CORO-SKAT“.