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  Störche im Anflug!
BirdLife Österreich: Einflug der ersten Störche beobachten und melden

Wien 06. März 2012 –   „Mit der Ankunft der Weißstörche ist täglich zu rechnen - in Kilb (NÖ) hat „Bertl“ bereits sein Sommerquartier bezogen“, so die Ornithologen von BirdLife Österreich. Alljährlich erfasst die Vogelschutzorganisation den österreichischen Weißstorchbestand. Mit Hilfe zahlreicher Storchen-HorstbetreuerInnen wird die Ankunft und das Brutgeschehen auf Storchenhorsten beobachtet und gezählt. Deshalb heißt es jetzt: Bitte melden (office@birdlife.at oder Tel: 01 / 523 46 51)! Denn jeder der einen Storch dieser Tage sichtet, hat einen der ersten Rückkehrer aus dem südlichen Winterquartier erspäht. Oft sind es über Jahre dieselben Individuen, die als erstes ihre Horste in den österreichischen Brutgebieten im Burgenland, Niederösterreich oder der südlichen Steiermark beziehen.

„Der Einzug der ersten Weißstörche in die Brutgebiete beginnt je nach Witterung meistens Anfang März. Die Hauptmasse der Störche trifft dann bis Mitte April bei uns ein, um bis Anfang Mai mit dem Brutgeschäft zu beginnen“, so Eva Karner-Ranner, Leiterin der Storchenzählung bei BirdLife. Immerhin dauert es von der Eiablage bis zum Ausfliegen der Jungvögel etwa 10 Wochen. In den ca. 6 Wochen vom Schlupf der Jungen bis zu deren Selbständigkeit müssen die Eltern jede Menge Futter herbeibringen - am besten zu finden in Feuchtgebieten oder Wiesen. Nahrungsmangel vermindert den Bruterfolg. Aber auch die Witterung hat Einfluss: Besonders lang anhaltendes, nasskaltes Wetter im Juni kann den noch kleinen Jungstörchen dann zum Verhängnis werden.

2011: So viele Junge wie schon lange nicht mehr!
Mit 2,7 ausgeflogenen Jungen pro besetzten Horst gibt es eine erfreuliche Trendwende beim Storchen-Bruterfolg. In den vergangenen Jahren haben jeweils nur 1,6 Jungstörche den Horst verlassen. Im Jahr 2011 waren im gesamten Bundesgebiet 347 Weißstorchhorste von Storchenpaaren besetzt. Von diesen waren 277 Paare erfolgreich und zogen 754 Jungvögel groß. Während die Bestände im Burgenland und in Niederösterreich im Vergleich zu 2010 annähernd gleich blieben (Bgld: 112; NÖ: 107), brüteten in der Steiermark wieder 100 Paare, um 9 Paare mehr als im Vorjahr.

Weißstörche kehren jedes Jahr zum gleichen Horst zurück
Jedes Jahr wird der Horst von den Störchen über die ganze Brutsaison weiter ausgebaut. Oft errichten Paare auch kleinere Nebenhorste, die sie zum Übernachten nutzen. Ursprünglich baute der Weißstorch seinen Horst auf mächtigen, einzeln stehenden Bäumen. Heute ersetzen meist Gebäuden oder Masten die fehlenden Bäume. Viele freiwillige HelferInnen putzen die Horste vor Ankunft der Störche. Ohne diese menschliche Horstpflege kann ein Horst bis zu 2,5 m anwachsen und bald bis über eine Tonne wiegen.

Schutzmaßnahmen: Horststandorte sichern sowie Feucht- und Wiesengebiete erhalten
Da jedes Jahr der gleiche Horst benutzt wird, ist seine Erhaltung sehr wichtig. Mit einem durch das von dem Europäischen Fond für Regionalentwicklung und dem Land Niederösterreich geförderten Projekt „CORO-SKAT“ setzt sich Birdlife jetzt verstärkt für die Erhaltung von Horsten und Feuchtgebieten ein. „Bei notwendigen Baumaßnahmen sollte immer ein Ersatzhorst an der gleichen Stelle oder möglichst nahe zum alten Horst angeboten werden. „Ein Storchenpaar zum Umzug zu bewegen, ist oft schwierig“ ergänzt Karner-Ranner.

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klöpzig
Pressesprecherin BirdLife Österreich
Tel.: 01/5234651-90, mobil: 0699/18155565
bettina.kloepzig@birdlife.at

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mehr über den Weißstorch

Die Storchen Zählung wird vom Lebensministerium unterstützt.

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