Heckenvögel

Lernen Sie die häufigsten Brutvögel kennen!

Baumpieper (Anthus trivialis)

Der Baumpieper ist mit 14-16 cm Körperlänge etwa sperlingsgroß. Der laute, charakteristische Gesang wird während eines Singflugs vorgetragen. In Österreich ist der Baumpieper ein häufiger Brutvogel offener und halboffener Landschaften und kommt von den tiefsten Lagen bis zur hochsubalpinen Stufe vor.

 

Fitis (Phylloscopus trochilus)

Der Fitis ist die Zwillingsart des Zilpzalps. Im Freiland sind die beiden Laubsänger optisch nur schwer voneinander zu unterscheiden, allerdings sind sie am Gesang eindeutig bestimmbar. Der Gesang setzt sich aus weichen, melodiösen, etwas schwermütig klingenden Elementen zusammen, die gegen Ende abfallen. Der Fitis ist ein Langstreckenzieher und überwintert südlich der Sahara.

 

Goldammer (Emberiza citrinella)

Das bekannte „Wie wie wie hab ich dich liiieb!“ (Eselsbrücke) des Goldammer-Männchens ist (noch) einer der charakteristischen Frühjahrsgesänge in heimischen Kulturlandschaften. Goldammern sind Bodenbrüter und bauen ihre Nester unter Büschen und Sträuchern, manchmal auch an Böschungen. Ausschlaggebend ist eine dichte, schützende Vegetation. 

 

Klappergrasmücke (Sylvia curruca)

Die Klappergrasmücke ist ein Langstreckenzieher, der in Österreich von April bis September zu beobachten ist. Sie ist die kleinste der mitteleuropäischen Grasmücken und ist ein ausgesprochener „Gebüschschlüpfer“. Der Nahrungserwerb erfolgt durch Abklauben von Zwergsträuchern und niedrigen Bäumen. Das Nest wird aus Stängeln, Halmen und Würzelchen in einer Höhe von 30 cm bis maximal 3 m in jungen Koniferen, Ziersträuchern, Dornensträuchern oder Hecken gebaut.

 

Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla)

Das Gefieder der Mönchsgrasmücke ist graubraun. Charakteristisch und namensgebend ist die gefärbte Kopfplatte, die bei den Männchen schwarz und bei den Weibchen und Jungvögeln braun ist. Als häufiger und fast flächendeckend verbreiteter Brutvogel Österreichs ist der wohltönende Gesang der Mönchsgrasmücke weithin bekannt und unterscheidet sich regional in Form von Dialekten. 

 

Neuntöter (Lanius collurio)

Der Neuntöter ist der häufigste Vertreter der Familie der Würger (Laniidae). Im offenen und halboffenen Kulturland außerhalb der Alpen ist er ein weit verbreiteter Brutvogel, er kann von Mai bis September beobachtet werden (Weitstreckenzieher). Das namengebende Aufspießen der Beute (bevorzugt größere Insekten, wie Käfer, Hummeln, Heuschrecken, Grillen oder Schmetterlinge) auf Dornen oder kurzen, spitzen Seitenästen dient neben der Vorratslagerung auch dem Bearbeiten und Zerteilen größerer Beutetiere.  

 

Zaunkönig (Troglodytes troglodytes)

Der Zaunkönig ist einer der kleinsten Singvögel Europas. Charakteristisch ist der kurze, meist steil gestelzte Schwanz. Das „mausartige“, bodennahe Verhalten des Zaunkönigs hat u. a. mit seinen Nahrungs- und Nistgewohnheiten zu tun. Er ernährt sich von kleinen Gliederfüßern und deren Larven, wie Schnaken, Weberknechte, Spinnen etc. Diese sucht er gerne in der unteren Strauchschicht, in dichtem Gestrüpp oder direkt am Boden. Der Zaunkönig übernachtet auch nahe über dem Boden im Dickicht und legt seine Nester bevorzugt auf oder nahe dem Boden an.

 

Zilpzalp (Phylloscopus collybita)

Der Zilpzalp ist ein kleiner Laubsänger, der optisch im Freiland kaum von seiner Zwillingsart, dem Fitis, unterscheidbar ist. Der Gesang ist ihm jedoch eindeutig zuzuordnen, denn der Zilpzalp singt seinen Namen. Im Wiener Raum wurde der Zilpzalp dank seines lautmalerischen Gesangs auch als „Zahlzins“ bezeichnet. Von Mitte August bis Ende September bringt der Zilpzalp regelmäßig Herbstgesang dar.