Zur Startseite
Presseinformationen
 
    zurück    
 

 
 
  Erlebnis Vogelzug beim EuroBirdWatch 2010:
Vogelbeobachter in ganz Europa registrieren 3 Millionen Vögel

Wien/Österreich  5. Oktober 2010 - 60.000 Vogelzug-Interessierte aus 34 verschiedenen europäischen Ländern folgten der Einladung von  BirdLife International das Wunder Vogelzug mit eigenen Augen zu verfolgen. Am vergangenen Wochenende wurden 2,7 Millionen Vögel auf ihrem faszinierenden Flug in ihre südlichen Winterquartiere beobachtet.

Allein in Österreich wurden insgesamt 12254 Zugvögel gesichtet. Eva Karner-Ranner, Expertin bei BirdLife Österreich: „TeilnehmerInnen der verschiedenen Exkursionen in Oberösterreich, der Steiermark, Wien und Niederösterreich identifizierten 122 Vogelarten. Die häufigste Art war der Kiebitz mit ca. 3000 gesichteten Individuen, gefolgt von der Ringeltaube (1306) und 1118 Staren“.

Ornithologische Besonderheiten wie Rotmilan, Wanderfalke und Kaiseradler wurden auch gesichtet. Im Oberösterreichischen Schenkenfeld im Mühlviertel zogen drei Rotmilane vorbei. Ein Kaiseradler und ein ziehender Fischadler bekamen die Birdwatcher in den March-Thay-Auen zu sehen. Insgesamt wurden vier Seeadler beobachtet: ein Exemplar innerhalb der als Important Bird Area (IBA) deklarierten Innstauseen und drei Individuen in der IBA March-Thaya Auen. Einen besonders seltenen Durchzügler, den Rotkehlpieper, entdeckten die Vogelbeobachter im Mühlviertel.

1/3 der Zugvögel zieht bei Tag
Jetzt Anfang Oktober ist der Höhepunkt des Vogelzugs erreicht. Man muss nur die Augen offen halten und wird mit Trupps von prominenten Arten wie Rauchschwalbe, Buchfink oder Feldlerchen belohnt. „Wobei wir am Tag überhaupt nur ein Drittel der gesamten Zugvögel zu Gesicht bekommen. Der Großteil der Arten zieht in der Nacht und ist für uns somit gar nicht erlebbar “, erklärt Gerald Pfiffinger von BirdLife Österreich.

Tagzugvogel ein  Kurzstreckenzieher
Am Tag ziehende Vögel sind eher die Kurzstreckenzieher wie beispielsweise die Buchfinken. Sie ziehen jetzt von Nordosteuropa in den Mittelmeerraum  und sind derzeit am häufigsten zu sehen. Die Langstreckenzieher wie Störche, Mauersegler und Mehlschwalbe - viele ziehen bis Südafrika - verlassen ihre Brutgebiete in Mitteleuropa häufig schon ab August.

Rauchschwalbe erst jetzt unterwegs
Außergewöhnlich für die Ornithologen war daher am Birwatch-Wochende, dass nach wie vor starke Trupps von Rauchschwalben beobachtet wurden. Martin Riesing, BirdLife-Exkursionsleiter in Wien:„immer häufiger wird ein ungewöhnlich später Abzug einzelner Langstreckenzieher von Ornithologen beobachtet. Es gibt zwar noch keine spezifische Studie dazu, vermutet wird aber das es mit dem Klimawandel zusammenhängt.“

Nachtzieher überfliegen die Alpen
Nicht gänzlich geklärt sind auch die Fragen warum einige Arten die Alpen überfliegen und andere Umwege in Kauf nehmen. Nachtzieher fliegen im Regelfall viel höher und überfliegen daher eher die Alpen als Tagzieher, die sich stärker am Gelände orientieren.

Wetter entscheidend bei Flughöhe
Hierbei spielt auch das Wetter eine entscheidende Rolle. Bei Schönwetter ziehen mehr Individuen in großen Höhen direkt über die Alpen hinweg, während bei Schlechtwetter die Vögel eher die Alpentäler nützen oder die Alpen ganz umfliegen.

Pfiffinger: „Interessant wird es bei den Greifvögeln, die die Thermik bei Tag nützen um sich in den Himmel zu schrauben, um dann Meeresengen wie bei Gibraltar im hohen Segelflug überwinden zu können“. Über dem Meer, wo keine Thermik herrscht, würde ein direkter Überflug zu kräfteraubend sein. Sie umfliegen daher entweder westlich (Gibraltar) oder östlich (Bosporus) das Mittelmeer.

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klöpzig, Birdlife Österreich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: +43 (0) 699 181 555 65
bettina.kloepzig@birdlife.at

Zum Seitenanfang

       
   

 
 
  Das Wunder Vogelzug erleben
EuroBirdwatch 2010 vom 2. - 3. Oktober: Ornithologen zeigen an den internationalen Vogelzugtagen die Tipps und Tricks der  professionellen Vogelbeobachtung

Wien/Österreich im Oktober 2010 - Alljährlich seit 1993 lädt die internationale Vogelschutzorganisation BirdLife International zur gesamt europäischen Vogel-Beobachtung. Das weltweit größte Vogelbeobachtungs-Event bietet Interessierten das  Erlebnis Vogelzug unter ornithologischer Anleitung: am zweiten und dritten Oktober zeigen Ornithologen an wichtigen Vogelzug-Hotspots in Wien, Niederösterreich der Steiermark und Oberösterreich wie Buchfink, Drossel und  Star in die südeuropäischen Überwinterungsquartiere gelangen.

Mit dem Sommer geht auch die  Brutsaison der Vögel zu Ende. Für Vogelkundler in ganz Europa immer wieder Anlass die Zugwege und das Zugverhalten dieser Tiere genauer zu erforschen. Für Martin Riesing, Biologe und begeisterten Ornithologen gibt es nichts Spannenderes als Vögel zu beobachten und zu bestimmen. Schon in frühester Kindheit hat er am Fenster Vogelstimmen aufgenommen – heute teilt er die Begeisterung für die wundersame Vogelwelt mit Gleichgesinnten bei seinen geführten Exkursionen: „Mit Spektiv und Fernglas hoffe ich BesucherInnen beim EuroBirdwatch den Abzug einiger typischer Greifvogelarten wie Rohrweihe oder Schwarzmilan an der Unteren Neuen Donau bei der Albener Schotterbank vorstellen zu können.“

Flugrichtung und Flugdauer sind angeboren
Der Nahrungsmangel und letztlich der Überlebenswille lassen die Flugtiere in der kühleren Jahreszeit wieder gen Süden ziehen. So wie der Wespenbussard sich hauptsächlich von Wespen ernährt und im Herbst abzieht, sind fast alle insektenfressenden Vögel im Winter außer Landes. „Der optimale Zeitpunkt für den Abflug ist meistens vom Wetter beeinflusst.  Die „Zugunruhe“ überkommt die Vögel aber schon lange vorher und ist hormonell gesteuert. Es ist für die meisten Singvögel das Signal um Fettdepots für die weite Flugreise anzulegen“ erklärt Riesing. Sowohl die Flugrichtung als auch die Flugdauer sind nach ornithologischen Studien bei den Vögeln angeboren.

EuroBirdwatch: Vogelbeobachtung von Finnland bis Malta
Über 25 Länder beteiligen sich am diesjährigen EuroBirdwatch mit grenzüberschreitender Vogelbeobachtung: nationale Partnerorganisationen von BirdLife International in der Ukraine, Armenien, Finnland, Deutschland, Schweiz, Spanien, Italien, Malta und anderen Ländern nehmen Euro BirdWatch 2010 auch zum Anlass, gerade im Jahr der internationalen Biodiversität auf den weltweiten Verlust der Artenvielfalt hinzuweisen. In Österreich stehen Experten von BirdLife für alle Vogelinteressierten an stationären Vogelbeobachtungspunkten am 2. und 3. Oktober für alle Vogelkundlichen Auskünfte zur Verfügung.

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klöpzig, Birdlife Österreich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: +43 (0) 699 181 555 65
bettina.kloepzig@birdlife.at

Zum Seitenanfang

       
   

 
 
  Delikatesse Singvogel
Millionen von Zugvögeln fallen jährlich der illegalen Vogeljagd in den Mittelmeerländern zum Opfer

Wien, 29. September 2010 - Die brutale Vogeljagdsaison in Südeuropa hat bereits wieder begonnen. In Ländern wie Italien, Frankreich, Spanien, Griechenland, Malta oder Zypern gehört die Vogeljagd zur „guten alten Tradition. Leimfallen, Klappnetze oder Schlingenfallen  sind die Waffen der erbarmungslosen Gourmet-Jäger. Viele der in Europa gefährdeten Vogelarten landen nach wie vor eingelegt im Delikatesssenglas oder als Spaß-Trophäe illegaler Jägerschaften.

Der Rastplatz auf der langen Reise in wärmere Gefilde kann für Stare, seltene Greifvögel wie Wespenbussard oder auch Wasservögel wie den Löffler schnell zum Verhängnis werden. „Mehr als hundert Millionen Singvögel sterben jedes Jahr auf ihrem Flug ins Winterquartier. Leider zeigen die Verbote der EU gegen die Illegale Vogeljagd bisher nicht die gewünschte Wirkung“, bringt Gerald Pfiffinger von BirdLife Österreich das Vogel-Drama auf den Punkt. Während Österreich und andere EU-Staaten in den Schutz gefährdeter Vogelarten und deren Brutgebiete investieren, hält beispielsweise Malta auch sechs Jahre nach dem Beitritt zur Europäischen Union an der traditionellen Vogeljagd auf die dort rastenden Zugvögel fest. Pfiffinger: „Unscharfe Gesetzesnovellen sind wenig effektiv im Kampf gegen die  illegale Vogeljagd. Nur mit einem generellen Bejagungsverbot für Vögel wird man dieses Problem letztlich in den Griff bekommen“. Jedes Jahr werden neben den mehr als dreißig zur Jagd freigegeben Vogelarten auch zahlreiche andere seltene Arten Opfer der passionierten Jäger und Fallensteller.

Vogelfalle: Leim und Lockvogel
Ein langsamer und qualvoller tot ist Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke oder Singdrossel gewiss: mit Flügel oder Kralle bleiben sie an mit leimbestrichenen Zweigen hängen und erliegen ihren Verletzungen, Hunger oder Durst. Die Fangmethoden sind perfide und qualvoll. Nach wie vor werden Lockvögel eingesetzt: mit ihrem Gesang locken sie ihre Artgenossen in die Falle. „Zum Einsatz kommen auch Schlingfallen, die die Vogelfüße zusammenklemmen und ein Entkommen unmöglich machen, so Pfiffinger.

Vogelzug: Vogelschützer dokumentieren Jagdverstöße
BirdLife International und seine Partnerorganisationen setzen sich seit Jahren für die Einhaltung der Vogelschutzgesetze ein. Malta droht eine Verurteilung vor dem EU-Gerichtshof, die überführten Einzeltäter werden mit hohen Geldstrafen abgestraft. Gerald Pfiffinger:“ Von Österreich aus können wir die Situation in den betroffenen Ländern nicht unmittelbar ändern. Bewusstsein schaffen, ob man sich für oder gegen ein Urlaubsland entscheidet – wohl. Gerade das Thema Vogelzug zeigt, dass Vogel- und Naturschutz vor allem auch grenzüberschreitend funktionieren muss“.

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klöpzig, Birdlife Österreich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: +43 (0) 699 181 555 65
bettina.kloepzig@birdlife.at

Links
Weitere Informationen zur illegalen Vogeljagd auf Malta:
http://birdlifemalta.org/Content/hunting/RaptorCampDailyUpdates/1096/

Zum Seitenanfang

       
   

 
 
  Wieviel Licht geht ins blaue?
Messgerät auf Lebensministerium untersucht Lichter der Nacht

Wien, 23.09.2010 –  Tausende Lichtquellen erhellen Nacht für Nacht Städte und Landschaften. Künstliches Licht auf Straßen, Bahnhöfen oder Gebäudebeleuchtung ist aus unserer Kultur nicht mehr wegzudenken. Die weltweit zunehmenden Lichtemission lässt aber auch natürliche Kulturgüter blass aussehen: nächtlicher Sternenglanz von Milchstrasse und Sternschnuppen werden kaum noch gesehen. Ein Lichtmessgerät auf dem Lebensministerium soll jetzt die Schattenseiten des städtischen Lichtermeers aufzeigen

Nicht nur im Jahr der Artenvielfalt betont der Umweltminister den sorgsamen Umgang mit Licht. „Ein wichtiges Anliegen ist mir gerade im öffentlichen Raum auf energieeffiziente und umweltverträgliche Beleuchtung zu achten. Mensch, Natur, Astronomie und insbesondere das Klima wird von zu viel Beleuchtung negativ beeinflusst, so Niki Berlakovich anlässlich der Installation des ersten Lichtmessgerätes auf dem Dach des Lebensministeriums. Im Rahmen der Kampagne vielfaltleben des Lebensministeriums ist es BirdLife Österreich damit gelungen, dass erstmalig Daten der Lichtmessungen aus der Wiener Innenstadt regelmäßig und automatisch in internationale Vergleichszahlen einfließen.

Lichtmessung im internationalen Vergleich
“Seit 2010 sind weltweit 135 Lichtmessgeräte im Umlauf. Zurzeit beziehen wir von 16 Stationen regelmäßig Daten, so Günther Wuchterl Leiter des Vereins Kuffner-Sternwarte und Wissenschaftler des deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR). Gemeinsam mit einem Kollegen hat er den Lightmeter Mark entwickelt und betreibt mit mehreren dieser Geräte das erste globale Nachtlicht-Messnetz zwischen Linz, Graz, Wien, Berlin Utrecht und Yonago in Japan.  Allein der Datenvergleich innerhalb Wien zeigt, dass es nächtens dreimal heller über den Dächern rund um das Lebensministerium ist als über der Kuffnersternwarte im 16. Bezirk.

Kulturgut: absolute Dunkelheit versus Nachtskilauf
Entgegen anhaltender Trends zu Lichtintensiven Freizeitaktivitäten wie Nachtskilauf oder Golfen auf beleuchteten Plätzen, gibt es den Ruf nach dem  immer selteneren Kulturgut: Sternenhimmel. International bemühen sich Astronomen den intakten Sternenhimmel in das UNESCO- Kulturerbeprogramm zu nehmen. Eine Analyse der Experten hat gezeigt, dass etwa 90% der sichtbaren Sterne in der Lichterflut ertrinken. Am österreichischen Himmel wären damit durchschnittlich nur mehr etwa 450 Sterne zu sehen. Außer in Großmugl: die Vorzeigegemeinde bemüht sich seit Jahren mit punktgenauem Straßenlicht und abdrehen der Kirchenbeleuchtung ab 22 Uhr um eine sternen- und energiefreundliche Sternlichtoase. „Weltweit könnte Österreich mit der noch einzigartigen intakten Nachtlandschaft in den Ostalpen besonders im Nationalpark-Tourismus eine Vorreiterrolle spielen“, so Gerald Pfiffinger von BirdLife Österreich.

Energieeffiziente Beleuchtung gefragt
Das Hauptproblem sind Leuchten, die viel Streulicht ungenutzt in den Himmel abgeben. Optimierte Lichtlenkung und die Verwendung von Leuchten mit geringer Oberflächentemperatur sind daher gefragt. Pfiffinger:„Ein Problem mit dem Licht in der Nacht haben vor allem nachtaktive Tiere wie zahlreiche Vögel, Insekten und Amphibien. Energieeffiziente Lampen mit einem möglichst geringen UV-Anteil haben so gesehen auch weniger Anlockwirkung auf die Insekten.“

„Licht aus“ nicht nur für den Menschen wichtig
Der Tag-Nacht Rhythmus prägt seit Millionen Jahren Mensch und Tier.  Das Abschalten von Licht ermöglicht daher nicht nur gesünderen Schlaf für den Menschen, sondern gibt auch „lichtgefangene“ Tiere Gelegenheit zur Flucht. Millionen von Mücken und Nachtfalter werden mit ihren extrem lichtempfindlichen Augen wie magisch, von zumeist stark UV-haltigen Lichtfallen angezogen und verenden. Zugvögel verlieren ihren Orientierungssinn, da sie ihre Flugroute nachts nach den Sternen richten.

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klöpzig, Birdlife Österreich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: +43 (0) 699 181 555 65
bettina.kloepzig@birdlife.at

Zum Seitenanfang

       
   

 
 
  Freizeitspaß vertreibt Haubentaucher aus seinem Revier

Wien/Österreich, 6. September 2010 – Österreichische Seen und Teiche stehen bei Erholungssuchenden ganz oben bei der  Freizeitplanung. Beliebt sind die Gewässer allerdings auch bei den von April bis Mitte August brütenden Haubentauchern. Im Rahmen der Artenschutzkampagne „vielfaltleben“ des Lebensministeriums führt BirdLife daher ein Pilotprojekt zum Schutz von brütenden Wasservögeln, insbesondere dem Haubentaucher, durch.

„Teiche und andere Kleingewässer sind Hotspots der Artenvielfalt in der österreichischen Kulturlandschaft und wir müssen es schaffen, deren Nutzung zur Freizeit und Erholung mit dem Schutz der Artenvielfalt zu verbinden“ so Niki Berlakovich zum vielfaltleben-Schutzprogramm. Für den Haubentaucher gilt als bereits erwiesen: egal ob natürlich oder künstlicher Teich, stehende Gewässer ab einer Größe von zehn Hektar entsprechen ganz seinen Nistvorstellungen. Der Zugvogel verlässt Ende März den Mittelmeerraum um an heimischen Gewässern zu brüten. Aus schwimmenden Pflanzenteilen baut er sein Nest auf dem Wasser und versteckt es geschickt in der Ufervegetation. Aber genau dort am Seeufer treffen die Interessen von Wasservogel und Freizeitvergnügen aufeinander.

Künstliche Stillgewässer:  Ersatzlebensraum für Vögel
Die meisten Stillgewässer in Österreich werden intensiv vom Menschen genutzt, wodurch oft Konflikte mit dem Vogelschutz entstehen, “ so Michael Dvorak, Projektleiter bei BirdLife Österreich.  Andererseits sind es gerade die künstlich geschaffene Wasserflächen, wie Fischteiche,  Schottergruben und Erholungsgebiete, die Wasservögeln wie dem Haubentaucher einen wichtigen Ersatzlebensraum bieten zu den nur noch selten vorhandenen Feuchtgebieten.

Badegäste lernen Vogelvielfalt kennen
Das Schutzprojekt dient zunächst der Erfassung von stehenden Kleingewässern und ihrer Vogelbestände. Im Rahmen eines ersten Testlaufs am  Wienerberger Teich wollen die Vogelschützer aber vor allem die Aufmerksamkeit der  Badegäste auf die brütenden Vogelarten rund um den Teich lenken. „ Gerade kleinere Gewässer und ihrer Uferzonen werden immer mehr von Badegästen und Wassersportlern aufgesucht. Aber auch in Ufernähe sitzende Sportangler sind Störfaktoren für die Bruten“, bringt Dvorak die Interessenkonflikte von Vogelbrut und sommerlicher Freizeitvergnügen auf den Punkt. „Schutzzonen im Wasser- und Uferbereich wären für Haubentaucher und Co langfristig der beste Schutz um die Jungvögel auf den Weg zu bringen“, so der Experte. Mit Hinweisschildern in der Uferzone von stark frequentierten Bade-Gewässern könnten in Zukunft die Besucher für die brütende Vogelwelt sensibilisiert und insbesondere auf den Haubentaucher aufmerksam gemacht werden.

Brutzeit: April bis Mitte August
Sehr kooperativ verhält sich das Haubentaucherpaar bei der Aufzucht der Jungen. Das Weibchen bewältigt ihre zeitintensive Brut-Aufgabe nur indem der Partner die Jungen zu den Futterstellen führt während sie bereits die Eier der zweiten oder dritten Nachkommen der Saison ausbrütet. Die Küken können sofort selbst schwimmen und nach sechs Wochen tauchen. In den ersten Wochen werden sie aber auch noch häufig von den Altvögeln im Gefieder versteckt getragen und sogar beim Tauchen mit unter Wasser genommen. Elf Wochen brauchen sie bis zur vollkommenen Selbstständigkeit.

30 Sekunden - Unterwasserjäger
Als Unterwasserjäger erbeutet der Haubentaucher vor allem kleine Fische, aber auch Wasserinsekten und kleine Krebse; in Küstengewässern auch Garnelen. Die Jungvögel werden mit kleinen Jungfischen sowie mit Wasserinsekten gefüttert. Die Tauchzeiten schwanken saisonal und je nach Beuteangebot, im Mittel liegen sie bei etwa 30 Sekunden.

Haubentaucher: uralte Vorfahren, weltweite Verbreitung
Der Haubentaucher gehört zur Familie der Lappentaucher, einer stammesgeschichtlich sehr alten Gruppe von Vögeln, die schon vor 80 Millionen Jahren die Erde bewohnte. Der deutsche Name "Lappentaucher" geht darauf zurück, dass die Taucher keine Schwimmhäute, sondern an den drei Vorderzehen lappenartige Verbreiterungen haben. Mit etwa einem halben Meter ist der Haubentaucher so groß wie eine Stockente. Im Brut- oder Prachtkleid lassen sich Haubentaucher durch die rotbraun und schwarz gefärbte Haube, den leuchtend weißen Vorderhals von anderen Wasservogelarten mühelos unterscheiden.

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klöpzig, Birdlife Österreich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: +43 (0) 699 181 555 65
bettina.kloepzig@birdlife.at

Zum Seitenanfang

       
   

Kaiseradler © Franz Kovacs
 
Kaiseradler Besenderung
© BirdLife Österreich
  Presseaussendung WWF, BirdLife Österreich und NÖ Landesjagdverband

Dreister Giftanschlag auf geschützte Kaiseradler
WWF, BirdLife und Landesjagdverband einig: Täter torpediert Artenschutzbemühungen um Österreichs seltenste Adler

Wien, am 3. September 2010 - Am 20. August fand ein Landwirt auf seinem Acker bei Goldgeben im Weinviertler Bezirk Korneuburg zwei tote Kaiseradler. Der zuständige Jagdleiter erstattete sofort Anzeige bei der Polizei und leitete eine wissenschaftliche pathologische Untersuchung der Kadaver beider Vögel zur Feststellung der Todesursache ein. Diese Untersuchung der Adler am Wiener Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien ergab, dass die Tiere mit dem Pestizid Carbofuran vergiftet wurden. "In den Kröpfen der Vögel steckten noch Reste des Giftköders“, erklärt Christian Pichler vom WWF. Obwohl das Nervengift seit 2008 verboten ist, horten Giftleger offenbar noch genügend Lagerbestände, um weiterhin illegal Anschläge auf seltene Wildtiere zu verüben," vermutet Pichler.

Der imposante Kaiseradler ist die seltenste heimische Adlerart, und sogar in seinem Weltbestand gefährdet. In ganz Österreich leben nur sechs Paare, drei davon in Niederösterreich. Dazu kommen noch herumstreifende Individuen, die sich bei uns dauerhaft ansiedeln wollen. Die im Weinviertel vergifteten Adler zählten zu diesen und waren sechs Jahre alt.

Für die Vogelschutzorganisation BirdLife bedeutet der Verlust dieser beiden Kaiseradler einen herben Rückschlag. „Es überleben ohnehin nur drei von zehn Jungadlern ihre ersten Jahre - die übrigen sterben, bevor sie mit fünf Jahren das erste Mal brüten könnten“, erklärt Gabor Wichmann von BirdLife Österreich. „Bei dieser seltenen Art zählt für uns jedes einzelne Individuum, damit wir langfristig überlebensfähige Bestände aufbauen können.“ Erst 2008 hatte man sich über den erste Kaiseradlerbrut in Niederösterreich nach etwa 200 Jahren gefreut.

Die ursprünglichen Lebensräume dieser Vögel sind weite, offene Steppenlandschaften. Heutzutage bewohnt der Kaiseradler in Europa landwirtschaftlich genutzte Flächen, die ausreichend Brachflächen besitzen. Er benötigt eine hohe Dichte an Beutetieren zumeist Feldhase, Hamster, Fasan oder Tauben. Das Fehlen hoher und dementsprechend zumeist alter Bäume mit großer Krone stellt in der heutigen Ackerlandschaft ein weiteres Problem dar.

„Für die Jägerschaft stellt der Kaiseradler eine wertvolle Bereicherung der heimischen Artenvielfalt dar“, sagt Peter Lebersorger von der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände. „Wir verurteilen die illegale Tat scharf und sind an einer raschen und vollständigen Aufklärung interessiert“, so der Generalsekretär. Seit 2004 engagieren sich der WWF und der NÖ Jagdverband gemeinsam gegen das illegale Auslegen von Giftködern gegen Wild- und Haustiere. Obwohl die Giftanschläge seither deutlich zurückgegangen sind, gefährden Einzelfälle immer wieder massiv ambitionierte Artenschutzbemühungen. So wurden seit dem Jahr 2000 insgesamt acht Seeadler- und vier Kaiseradler vergiftet.

Teil des Kaiseradler-Schutzprojektes von BirdLife ist die individuelle Kennzeichnung von Jungvögeln durch Ringe. Dadurch lässt sich auch das Schicksal eines der beiden bei Goldgeben gefundenen Adler verfolgen. Der Jungvogel schlüpfte in einem Horst in Ungarn direkt an der Grenze zu Österreich. Er wurde 2005 beringt und besendert. Das Tier verließ seine Heimat, um durch Westungarn, Ostösterreich, die Westslowakei und Südosttschechien und sogar bis an die Grenze zu Dänemark zu fliegen. „Wir dürfen nicht zulassen, dass unverantwortliche Einzelpersonen internationale Schutzbemühungen zunichte machen“, so Gabor Wichmann von BirdLife. „Wir werden deshalb auch in Zukunft verstärkt daran arbeiten, dass man den Wert von Naturjuwelen wie dem Kaiseradler nicht verkennt.“

Weitere Informationen:

Claudia Mohl, WWF Pressereferentin, Tel. 01/488 17-250, 0676/83488203, claudia.mohl@wwf.at
Bettina Klöpzig, BirdLife Pressesprecherin, Tel. 0699 181 555 65, bettina.kloepzig@birdlife.at



Zum Seitenanfang

       
   

 
 
  Schutzgebiete und natürliche Flussläufe sichern Artenvielfalt
Landesrat Haimbuchner erkundet per Boot letzte freie Fließstrecken der Traun

Lambach/Oberösterreich, 20. August  2010. -  Mit einer gemeinsamen Bootsfahrt auf der Traun betonen Landersrat Haimbuchner und BirdLife Österreich die hohe ökologische Bedeutung freier Flussstrecken für die heimischen Flora und Fauna. In gewissen Abschnitten umspült dieses Flussjuwel noch große Schotterinseln, Kiesbänke und abwechslungsreiche Auwälder: einzigartige Lebensräume für seltene Vogelarten wie Schellente, Gänsesäger, Eisvogel oder Flussuferläufer. Renaturierungsmaßnahmen sollen jetzt das Vogeleldorado sichern.

"Konsequente Revitalisierungen von verbauten Flussabschnitten tragen dazu  bei herausragende Flusslebensräume zu erhalten und auch künftig für bedrohte Arten attraktiv zu gestalten", so Landesrat Haimbuchner bei der heutigen Bootsfahrt auf der Traun. Im Bereich der Gemeinde Gunskirchen wurden Blockwürfe eines verbauten Flussabschnitts bereits entfernt. Im Rahmen dieses ökologisch ausgerichteten Hochwasserschutzprojektes sind Flussaufweitungen eingeleitet und ein neues Nebengerinne samt Feuchtbiotopen angelegt. "Dieses Positivbeispiel soll Schule machen, erläutert Hans Uhl, Birdlife Landesleiter Stellvertreter für Oberösterreich das Vorzeigeprojekt. "Nächste Schritte sollen dann weitere Flussrenaturierungen im Traun-Abschnitt Lambach bis Wels sein", so der Experte. Trotz vieler Wehranlagen und Kraftwerke weist die Traun noch immer einen bedeutenden Anteil an freien Fließstrecken auf. Für durchziehende und überwinternde Schwimmvogelarten ist die Traun daher nach wie vor eines der wichtigsten Gewässer in Österreich.

Rekord bei Schellentenbrut
Ein neuer Höchststand von 6 Brutpaaren, der in Österreich äußerst seltenen Schellente wurde hier 2010 von Ornithologen festgestellt. "Vermutlich das größte bundesweite Brutvorkommen dieser anspruchsvollen Art, die bevorzugt  an den verbliebenen freien Fließstreckenabschnitten der Traun in Baumhöhlen brütet", sagt Uhl. Erst im Jänner diesen Jahres wurden hier sogar 250 überwinternde Schellenten gezählt. Auffällig sind die leuchtend gelben Augen des Schellenten-Männchens und ein weißer Wangenfleck. Die Tauchspezialisten entnehmen bevorzugt Insektenlarven aber auch Pflanzenteile noch aus acht Metern Tiefe.

Gefährdet: Gänsesäger und Eisvogel
Als in Österreich "gefährdet" wird nach wie vor der Gänsesäger eingestuft. Verfolgung durch den Menschen, Flussverbauung, Gewässerverschmutzung und Störung durch Freizeitaktivitäten beeinträchtigen die Bestandsentwicklung. Auf Störungen dieser Art reagiert auch der Eisvogel sensibel. Ausgebaute und regulierte Flüsse oder Bäche reduzieren nicht nur das Nahrungsangebot, auch ruhige Uferabschnitte zum Brüten werden durch diese Maßnahmen immer weniger.  Davon sind auch andere Tiergruppen wie Amphibien und Fische betroffen. Beispielsweise führt die mangelnde Durchlässigkeit von Flussläufen dazu, dass sich die Huchenpopulation kaum noch reproduzieren kann.

Untere Traun: Europaschutzgebiet - Natura 2000
Die Untere Traun gehört zu den Natura 2000 Gebieten bzw. Vogelschutzgebieten Oberösterreichs. Derzeit werden für dieses 2100 ha große Schutzgebiet die Managementpläne von der Naturschutzabteilung des Landes OÖ im Detail fertig gestellt. Naturschutz-Gebietsbetreuer in der Region sollen langfristig für eine verbesserte Zusammenarbeit mit den Grundbesitzern sorgen und so die Umsetzung der naturschutzfachlichen Pläne sichern.  "Für die Erhaltung der gefährdeten Vogelpopulationen der Unteren Traun wird ausschlaggebend sein, in welchem Umfang es gelingt, die Entwicklung von Naturschutz-Vorrangzonen in Einklang mit gegenläufigen Nutzungsansprüchen zu bringen", bringt Uhl die Zukunft der Unteren Traun  als eine der wichtigsten Vogelgebiete Österreichs auf den Punkt.

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klöpzig, Birdlife Österreich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: +43 (0) 699 181 555 65
bettina.kloepzig@birdlife.at

Zum Seitenanfang

       
   

 
 
 
  Die March-Thaya-Auen sind eines der bedeutendsten Vogelschutzgebiete Österreichs
Birdlife fordert besseren Schutz der Region

Wien, am 11. Juni 2010 - Die March-Thaya-Auen können heute zusammen mit dem Neusiedler See – Seewinkel als das bedeutendste Vogelgebiet Österreichs angesehen werden. Kaum sonst wo in Österreich haben derart viele geschützte und gefährdete Vogelarten die bedeutendsten Brutvorkommen und international beachtlichen Rastbestände wie in dieser Aulandschaft. Birdlife Österreich fordert deshalb einen besseren Schutz dieses Vogelparadieses.

Zur Rettung der March-Thaya-Auen hat der  WWF Österreich aufgerufen. Die Initiative unterstützt Gerhard Loupal Präsident von Birdlife Österreich: „Die March-Thaya-Auen sind vor allem ein Hotspot von über 20 Greifvogelarten. Hier brüten erstmalig wieder seit vielen Jahren vier global gefährdete Vogelarten wie Seeadler, Kaiseradler und Sakerfalke. Insgesamt finden sich in der Aulandschaft 67% der heimischen Vogelarten. Dieses einzigartige Vogelparadies müssen wir auch für kommende Generationen erhalten.“

Großprojekte zerstören Naturjuwel
Jetzt droht den Marchauen die Zerstörung durch geplante Großprojekte. In den letzten 5 Jahren haben wir zumindest einen der bedeutendsten Hotspots der Vogelwelt verloren. Die Überschwemmungsflächen im March-Donau-Winkel - einst Rastplatz für Hunderte Wasservögel - wurde entwässert. Die Vogelwelt ist ein Indikator für den Zustand unserer Umwelt. 14 Vogel-Arten sind in den March-Thaya-Auen bereits ausgestorben. 21 weitere hochgradig gefährdete Arten haben eines ihrer wichtigsten österreichischen Vorkommen im Gebiet, darunter Nachtreiher, Rotmilan und der Weißstorch.

Vogelschutzgebiete von internationaler Bedeutung
Um jene Gebiete der Erde zu identifizieren, die für die Erhaltung der globalen Vielfalt der Vogelwelt von herausragender Bedeutung sind, wurde von BirdLife International das Konzept der „Important Bird Areas“ – kurz IBAs – entwickelt. IBAs sind jene Gebiete, die Vorkommen global bzw. kontinentalweit gefährdeter Vogelarten beherbergen, international bedeutsame Ansammlungen von wandernden Arten aufweisen oder endemische bzw. für biogeografische Regionen besonders repräsentative Vogelgemeinschaften umfassen.
Bereits im Jahr 1979 wurden die March-Auen als Vogelgebiete von internationaler Bedeutung ausgewiesen, ein Prädikat, das sonst nur das Neusiedler See-Gebiet, das Rheindelta und der Untere Inn erhielten.
Die March-Thaya-Auen können heute zusammen mit dem Neusiedler See – Seewinkel als das bedeutendste Vogelgebiet Österreichs angesehen werden. Kaum sonst wo in Österreich haben derart viele geschützte und gefährdete Vogelarten die bedeutendsten Brutvorkommen und international beachtlichen Rastbestände wie in dieser Aulandschaft im österreichisch-slowakisch-tschechischen Grenzraum.

Herausforderungen für die Zukunft
Die Vielfalt unterschiedlicher Ökosysteme, von undurchdringlichen Auwäldern, extensiven Auwiesen bis zu weitläufigen Agrarlandschaften, ist die Basis für den Artenreichtum. Anspruchsvolle Arten, wie Weiß- und Schwarzstorch brauchen genau diese unterschiedlichen Lebensräume. Von zentraler Bedeutung sind die beiden Lebensadern - March und Thaya. Die Erhaltung einer naturnahen Flussdynamik ist Voraussetzung für die Sicherung der Vogelwelt. Gleichermaßen muss die pflegliche Nutzung der Kulturlandschaft fortgesetzt werden.
 
Alle Informationen zum Manifest für die Rettung der March-Thaya-Auen auf www.die-au.at

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klöpzig, Birdlife Österreich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: +43 (0) 699 181 555 65
bettina.kloepzig@birdlife.at

Zum Seitenanfang

       
   

 
 
 
  Kaiseradler-Nachwuchs in Niederösterreich
Zwei Adlerjungen mit tatkräftiger Unterstützung von Landesrat Pernkopf beringt

Hausbrunn/Niederösterreich, 11. Juni 2010 - Zarte Bruterfolge zeigen sich in einem kaum erreichbaren Adlerhorst in der Region March Thaya- Auen. Zwei weiß beflaumte Adlerjungen mit wachem Blick und noch übergroßen  Krallen und Schnäbeln sind erste Zeichen für einen Aufwärtstrend der bescheidenen Kaiseradlerbestände in Österreich. Seit 2008 fördert das Land Niederösterreich das BirdLife-Artenschutzprogramm Kaiseradler.  

„Gerade im Jahr der Artenvielfalt ist es eine besondere Freude, dass wir wieder einen Bruterfolg seltener Greifvögel in  Niederösterreich verzeichnen können“, so Naturschutzlandesrat Dr. Stephan Pernkopf. Bereits zum zweiten Mal assistiert der niederösterreichische Landesrat den BirdLIfe-Experten bei der  Beringung der kleinen Hoffnungsträger. In Österreich galt der Kaiseradler etwa 190 Jahre lang als ausgestorben bevor er 1999 zum ersten Mal wieder brütete. Mittlerweile ist der Bestand in ganz Österreich auf sechs Paare angewachsen, so die Ornithologen von BirdLife. Drei davon brüten in Niederösterreich.

Überlebensrate bei Jungadlern unter 30 Prozent
„Die Beringung von Jungvögeln in Niederösterreich hilft uns, das Verhalten von Jungadlern über Jahre hinweg zu beobachten und sie noch besser schützen zu können“, sagt Gábor Wichmann, Kaiseradler-Projektleiter von BirdLife Österreich. „Vor allem in den ersten drei bis vier Lebensjahren, in denen die Adler überlebenswichtige Erfahrungen sammeln, sind Kaiseradler stark gefährdet durch Lebensraumverlust, Störungen und illegale Bejagung. Die Überlebensrate liegt bei Jung-Adlern unter 30 Prozent.“

Kaiseradler ein Brutvogel offener Steppengebiete
Ursprünglich war der Kaiseradler ein Brutvogel offener Steppengebiete, in denen er Einzelbäume oder kleine Baumgruppen als Nistplätze nutzte. Hier zu Lande dienen ihm landwirtschaftlich genutzte Flächen mit hohem Brachenanteil als Nahrungsgebiete. BirdLife-Experte Wichmann: „Feldhasen, Fasane, Tauben und kleine Nager gehören zur Beute des Kaiseradlers. Intensive Landwirtschaft lassen viele Beutetiere mehr und mehr verschwinden. Wir brauchen daher Brachflächen-Widmungen in den Kaiseradler-Revieren.“ Diese können über 100 Quadratkilometer betragen.

Horst nur über Hebebühne erreichbar
Ob mit  Seilschleuder und Klettereisen oder Hebebühne, einfach ist kein Adlerhorst zu erklimmen. Ohne die Hilfe der Feuerwehr Hohenau hätten die BirdLife Experten das Adler-Kinderzimmer in luftigen 14 Metern Höhe kaum erreicht. Ein Kaiseradler-Horst hat einen Durchmesser von mindestens einem Meter und ein entsprechendes Gewicht. Dafür sind hohe, ausladende und stabile Bäume notwendig. „Alte Bäume mit mächtigen Kronen sind immer seltener zu finden. Ein wesentliches Ziel von BirdLife Österreich ist es daher auch, gemeinsam mit Landbesitzern und –nutzern ein Konzept zu erarbeiten, um einzelne Bäume aus der Nutzung zu nehmen“, betont Wichmann die Wichtigkeit von Altholzbeständen. Der Vorteil ist, die gigantischen Nester werden von Kaiseradlern mehrmals genutzt.

Kaiseradler Weltbestand gefährdet
Der Kaiseradler gilt weltweit als bedroht. Der majestätische Greifvogel mit einer Flügelspannweite von bis zu zwei Metern brütet lokal vom Transbaikal (Russland) bis ins östliche Mitteleuropa. Niederösterreich ist das westlichste Brutvorkommen der Art.

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klöpzig, Birdlife Österreich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: +43 (0) 699 181 555 65
bettina.kloepzig@birdlife.at

Zum Seitenanfang

       
   

 
 
  Krauskopfpelikan: erstmalig in Österreich gesichtet
Vogel-Sensationsmeldungen erreichen Ornithologen via SMS-Verteiler und Internetplattform

Wien, 28. Mai  2010. –  Erst kürzlich wurde der seltene Krauskopfpelikan im prachtvollen Brutkleid von BirdLife-Ornithologen im Seewinkel und Rheindelta beobachtet. Bereits Ende Februar erbrachte der steirische Ornithologe Johann Brandner den ersten Nachweis für diese Vogelart in Österreich: am frühen Nachmittag schwamm ein ausgewachsener Krauskopfpelikan auf dem Murstausee in Gralla. Über Internetplattformen und SMS-Verteiler erreichen solche Sensationsmeldungen leidenschaftliche Vogelbeobachter dann wie im Flug.

 Der gefährdete Krauskopfpelikan kommt als Brutvogel für gewöhnlich nur im südöstlichen Europa, sowie in Mittelasien bis in die Mongolei vor. „Es dürfte einen Einflug von Slowenien und Ungarn her geben“, so BirdLIfe-Experte Gabor Wichmann zu dem sensationellen Vogelphänomen.  Erst einmal gelandet, ist der Krauskopfpelikan nicht gerade leicht zu übersehen. Mit bis zu 1,8 Meter Länge und einem Körpergewicht von 10 bis 13 Kilogramm ist er der größte Pelikan, der in Europa vorkommt. Der weitgehend silbrig weiß gefiederte Vogel weist  nur an den  Spitzen der Flügel einige schwarze Federn auf. Auffallend ist der orangerot Kehlsack und sein hellgelber Schnabel mit einer orangefarbenen Spitze.

„Birder“ (= Vogelbeobachter) gut vernetzt
Derzeit rätseln die Ornithologen ob es sich bei den diversen Sichtungen um ein und denselben Vogel handelt oder ob nicht doch zwei verschiedene Vögel in Mitteleuropa unterwegs sind. Meldungen gab es vor dem österreichischen Erstnachweis bereits vom Bodensee in Deutschland und aus der Ostschweiz. 
„Die Birderszene ist sowohl österreichweit als auch länderübergreifend sehr gut organisiert“, erzählt Martin Riesing der Gründer des BirderSms Österreich. „Mittels eines Verteilers können so bekannt gewordene seltene Vogelarten an sämtliche Nutzer dieses Smsdienstes gemeldet werden“.  Die Internetplattform Club 300 Austria ermöglichte beispielsweise, dass an die 50 Ornithologen den ersten Krauskopfpelikan in Gralla bewundern konnten. Ein rascher Informationsaustausch unter den Ornithologen ermöglicht interessierten bei der Beobachtung von seltenen Vogelarten dabei zu sein. Gleichzeitig soll so auch eine mögliche Störung der Vögel vermieden werden.

Pelikane ernähren sich weitgehend von Fisch
Wie alle Pelikane ist auch der Krausköpfige ein begeisterter Fischfresser.  Pro Tag ertaucht er sich aus stehenden sowie Fließenden Gewässern bis zu ein Kilo Nahrung. Gelegentlich wird auch in der Gruppe gefischt: in einer Halbkreisformation werden die Fische ins seichte Wasser getrieben, wo sie leichter zu fischen sind.

Nur ein Ei pro Nest
Bevorzugt in großen Kolonien wird auch gebrütet, wobei das Gelege der Pelikaneltern nur aus einem Ei besteht. Der Jungvogel schlüpft gut ausgebildet und ist bereits ab der dritten Lebenswoche mehr oder weniger sich selbst überlassen.  Die Jungvögel werden zwar von den Eltern noch gefüttert aber kaum noch beaufsichtigt. Mit sechs Wochen fangen die Jungen ihre eigenen Fische und mit drei Monaten ist der junge Krauskopfpelikan flugfähig.

Der weltweite Krauskopfpelikan Bestand wird von der Weltnaturschutzunion (IUCN) auf 20.000 Tiere geschätzt.

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klöpzig, Birdlife Österreich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: +43 (0) 699 181 555 65
bettina.kloepzig@birdlife.at

Zum Seitenanfang

     
   

 
 
 
  Rekorde beim Austrian BirdRace 2010:  60 Teams zählen mehr als 200 Vogelarten trotz Extrem-Wetter
Siegerteam aus dem Burgenland

Wien/Österreich, 19. Mai 2010 –  60 Teams sichteten 210 Vogelarten, so das  erstaunliche Ergebnis des 7. Österreich weiten BirdRace. Die Erfolgsbilanz: die ehrgeizigen Teams zählten heuer mehr Vogelarten  als  voriges Jahr und das trotz orkanartigem Wind und Dauerregen. Die Organisatoren sind begeistert -  über 6.000 Euro Sponsorengelder kommen dem Vogelschutz zugute.

93 Vogelarten hat das Gewinner-Team „Edforce One“ im Seewinkel gezählt. Das ist auch absoluter Rekord für die bereits erfahrene BirdRace-Familie: „Wir hätten bei der Wetterlage nie damit gerechnet, mehr als die Hälfte aller im Burgenland gelisteten Vogelarten aufzuspüren“. Sohn Thomas, 11 Jahre und bereits geübter BirdRacer, ergänzt: „Glücklicherweise war der Feldstecher wetterfest, der Fotoapparat hat bei der Kälte und Nässe dann am Ende gestreikt.“
Durchhaltevermögen haben auch die Teams auf den Plätzen zwei und drei gezeigt: Während das Schweizer Gäste Team „Limosagucker“ in Vorarlberg 91 Arten zählte, bezwang das drittplatzierte Kärntner „Team 100 Petutschnig“ 1400 Höhenmeter und registrierte dabei 90 Vogel-Arten. Generell war die Beteiligung in Niederösterreich mit 24 Teams und 73 Teilnehmern und Teilnehmerinnen wieder besonders hoch.

Außergewöhnliche Beobachtungen

Neben häufigeren Arten wie Kohlmeise, Buchfink, Stockente, Zilpzalp, Mäusebussard, Turmfalke, Rauchschwalbe, Hausrotschwanz, Bachstelze, Mönchsgrasmücke, oder Goldammer – die in fast jedem Bundesland gesichtet wurden – gab es auch unerwartete Vogelarten zu bewundern. Ein Rallenreiher, der als besonders seltener Gast in Österreich gilt, wurde im Schilfgürtel bei Mörbisch entdeckt.
Ein Fischadler überflog ein BirdRace-Team nahe Krems. Dieser Greifvogel ist bereits europaweit gefährdet und tritt hierzulande nur vereinzelt auf dem Durchzug auf. Im Rheindelta entdeckt: ein Kiebitzregenpfeifer im schwarzbäuchigen Prachtkleid. Zwei Salzburger Teams registrierten einen Uhu und den in Mitteleuropa seltenen Gänsegeier.

Angewandter Vogelschutz

Neben der Freude am Vogelschauen und –zählen wird mit dem BirdRace auch der Vogelschutzgedanke transportiert. Im Sieger-Bundesland, aus dem das Siegerteam kommt, wird ein Vogelschutzprojekt umgesetzt. Ein Teil wird auch für die Bestandsüberwachungs-Projekte von BirdLife Österreich verwendet. Für beide Projekte wurden auch heuer wieder Sponsoren wie die Maturaschule Dr. Roland, Swarovski Optik, Brother, Tiergarten Schönbrunn und Nationalpark Donauen gewonnen.

Sponsorengelder sichern Flussseeschwalben-Bestand
Mit dem Preisgeld des heurigen BirdRace soll der Bestand der Flussseeschwalbe in Niederösterreich gestützt und gesichert werden. Der ursprüngliche Lebensraum dieses eleganten und wendigen Vogels waren die ausgedehnten Schotterbänke der großen Tieflandflüsse, die jedoch durch Verbauung und Regulierung kaum mehr vorhanden sind. Die  Flussseeschwalbe galt als Brutvogel in Niederösterreich bereits als ausgestorben. Erst mit der Errichtung künstlicher Brutfloße an der March gelang es, die Art bei uns wieder heimisch zu machen. Derzeit existieren solche künstlichen Nisthilfen an der March, und zwar an den vogel.schau.plätzen in Hohenau sowie in Zwerndorf. 2010 haben bereits 18 Paare in Hohenau Quartier bezogen. Die Kolonie in Zwerndorf beherbergt 4 Paare.

Detailergebnisse Bundesländer

Niederösterreich ging auch dieses Jahr wieder als Sieger des Bewerbs hervor: hier sichteten 24 Teams (73 Racer) 137 Arten und damit 65,5 Prozent aller möglichen Vogelarten im Bundesland. Zweitplatziert ist dieses Jahr Tirol. Sieben Teams und 15 TeilnehmerInnen erreichen 63,5 Prozent der Tirol-Vogelarten-Liste. Auf Platz drei schafft es das Burgenland mit 128 Arten bzw. 61,5 Prozent der Burgenland-Liste.

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klöpzig, Birdlife Österreich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: +43 (0) 699 181 555 65
bettina.kloepzig@birdlife.at

Zum Seitenanfang

       
   


 
 
 
  Ölpest am Golf von Mexico: Vögel sind die nächsten Opfer
BirdLife befürchtet größte Vogelschutz-Katastrophe

Wien, 6. Mai  2010. –  Unaufhaltsam nähert sich der riesige Ölteppich dem ökologisch sensiblen Küstengebieten von Louisiana bis Florida.  In der unmittelbaren Gefahrenzone befinden sich fünf der bedeutendsten internationalen Vogelschutzgebiete. Erreicht das Öl die Küste rechnen ExpertInnen mit der bisher schlimmsten Katastrophe in der Geschichte des Vogelschutzes. Inzwischen mobilisiert der BirdLife Partner Audubon in den USA freiwillige HelferInnen für die Vogelrettung.

„Wir hoffen das Beste, sind aber auf das Schlimmste gefasst“, bringt Michael Dvorak, Auslandsexperte bei BirdLife Österreich das herannahende Desaster auf den Punkt. Flachküstengebiete wie das Mississippi-Delta sind nicht wie Steilküsten mit Umwelt-Expertise zu reinigen. Kommt es zur Ölkatastrophe, bleiben die Küsten- und Feuchtgebiete im größten Flussdelta der Welt über Jahrzehnte beeinträchtigt. Die Ölpest ist hier auf die biologischen Abbauprozesse der Natur angewiesen.

Gefahr: Brutzeit und Vogelzug im Mississippi-Delta
Der Zeitpunkt hätte für die bevorstehende Katastrophe nicht schlechter sein können. Unzählige Brutvögel haben sich bereits in der Marschlandschaft des Mississippi-Deltas und anderen Küstennahen Gebieten von Alabama und Florida niedergelassen. Zweimal im Jahr landen zierliche Singvögel auf ihrem Zug an den betroffenen Küstenabschnitten zur Rast. Auf dem Weg zu ihren Brutquartieren im Norden kommen sie nach einem kraftraubenden Flug über das Meer erschöpft an. Innerhalb von zwei Wochen, Ende April bis Anfang Mai, müssen sie wieder Kraft tanken. Jetzt könnte der notwendige Aufenthalt ihr Todesurteil bedeuten.
  
Besonders gefährdete Arten: Watvögel und Wasservögel
Besonders besorgt sind die ExpertInnen um den Wappenvogel von Louisiana: den Braun Pelikan. Gerade erst wurde er von der Liste der in den USA bedrohten Vogelarten gestrichen. Der hervorragende Schwimmer brütet dieser Tage auf den küstennahen Inselgruppen und ist im Begriff seine geschlüpften Jungen zum nahrungsreichen Strand zu führen.

Aber auch Watvögel sind betroffen. Sie bauen ihre Nester direkt am Strand und ernähren sich von wirbellosen Tieren, die sie im feucht sandigen Boden finden.  Oder wie im Falle des Braunmantelausternfischers, der gleich nach delikaten Austern fischt. Erreicht das Öl die Küste ist nicht nur der unmittelbare Lebensraum dieser Vogelarten zerstört, die Futterquellen wären ebenfalls auf Jahre beeinträchtigt.

Fossile Energieträger langfristig keine Lösung
„Das Ausmaß dieser Ölkatastrophe ist noch nicht abzuschätzen“, so Mike Daulton, Geschäftsführer von Audubon (BirdLife Partner USA). „Es ist bedauerlich, dass erst Katastrophen dieser Größenordnung passieren müssen, damit die Ölgewinnung in ökologisch sensiblen Küstengebieten in Frage gestellt wird“. Audubon bemüht sich mit freiwilligen Helfern und anderen Organisationen die Errichtung von Ölbarrieren vor den Küsten voranzutreiben. Wenig Hoffnung legt die Organisation in die Reinigung ölverschmierter Vögel.

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klöpzig, Birdlife Österreich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 (0)699 152 346 51
bettina.kloepzig@birdlife.at

Zum Seitenanfang

       
   


 
 
 
  Zug für „Brachpieper“ noch nicht abgefahren
ÖBB unterstützt Vielfaltleben Projekt mit Bahndammpflege

Wien/Burgenland 29. April 2010 -  Der Lebensraum des Brachpiepers ist in Österreich knapp und die seltene Singvogelart mittlerweile vom Aussterben bedroht. Mit der Kampagne „vielfaltleben“ setzt sich Umweltminister Niki Berlakovich gemeinsam mit PartnerInnen für den Bestand des Brachpiepers ein. Die ÖBB unterstützt jetzt mit besonderes artgerechter Bahndammpflege das „vielfaltleben“-Projekt für die Lebensraumerhaltung des gefährdeten Vorgels. „Ich freue mich, dass wir auf die Unterstützung der ÖBB zählen können. Wir brauchen beim Artenschutz wichtige und handlungsstarke HelferInnen, um die biologische Vielfalt und damit unsere intakte Lebensqualität zu erhalten“, betonte der Umweltminister.

Mit Ende April wird der seltene Brachpieper wieder im nördlichen Burgenland erwartet. Der Langstreckenzieher kommt  dann direkt aus seinem afrikanischen Winterquartier zum Brüten in die Region Parndorfer Platte, obwohl nur noch wenige Flächen seinen Brutbedürfnissen entsprechen.

Bestandszahlen sehr klein
Besorgt sind die Ornithologen der Vogelschutzorganisation BirdLife. Denn seit Jahren sind die  Bestandszahlen dieses vom Aussterben bedrohten Singvogels sehr klein. Der Brutbestand in Österreich wird nur noch auf etwa 40-60 Brutpaare geschätzt. Der Bodenbrüter wird in der Roten Liste der Brutvögel Österreichs als „vom Aussterben bedroht“ geführt.

„Zum Verhängnis wird dem Brachpieper seine Spezialisierung auf trockenes und vegetationsarmes Gelände“, so Michael Dvorak, BirdLife-Experte.  Auf seinen langen Beinen stelzt er lieber über Schotterflächen und spärlich bewachsene Heidelandschaft, als in üppig grünen Wiesen und Feldern zu wandeln. Dementsprechend ist die Verbreitung des Brachpiepers in Mitteleuropa sehr lückenhaft und im wesentlichen auf trockene Kiefernwälder, Mager- und Trockenrasen oder sogar Schutt- und Mülldeponien beschränkt.  In Österreich sind derzeit nur zwei größere Brutgebiete bekannt: im nördlichen Burgenland im Bereich der Parndorfer Platte und des Heidebodens sowie im niederösterreichischen Steinfeld.

ÖBB unterstützt Artenschutz mit Pflegemaßnahmen von Bahndämmen
Im Rahmen der Artenschutzkampagne von Umweltminister Niki Berlakovich  ist es Birdlife in Österreich erstmalig gelungen, ein speziell für den  Brachpieper entwickeltes Schutzprojekt zu verwirklichen. Tatkräftige Unterstützung erfährt dieses Projekt durch die ÖBB Infrastruktur AG.  Rechtzeitig bevor die Vögel sich zum Brüten einfinden, wurde mit der Entbuschung und Eindämmung von wuchernden Grasflächen entlang der Bahn zwischen Zurndorf und Parndorf  begonnen. Die Ornithologen sind überzeugt, dass durch die Bahndammpflege der eigenwillige Lebensraum des Bodenbrüters günstig beeinflusst wird.

Projektmaßnahmen: Gefährdungsfaktoren erkennen
Im derzeitigen Haup-Vorkommen im Nördlichen Burgenland im Gebiet Parndorferplatte und Heideboden werden seit 2004 systematische Bestanderhebungen durchgeführt. „Wesentlich für die Durchführung gezielter zukünftiger Schutzmaßnahmen ist eine Analyse der derzeitigen Lebensraumsituationen im Untersuchungsgebiet“, erklärt Michael Dvorak, Projektleiter bei BirdLife. „Ziel des Projektes sind die Gefährdungsfaktoren für den Brachpieper zu orten. Prognosen für die Entwicklung von landwirtschaftlichen und anderen für den Brachpieper relevante Nutzungen wie beispielsweise Windkraft, sind die Voraussetzung aus denen wir die Gefahrenquellen ableiten können“, so Dvorak weiter.
Als einer der wenigen Singvögel ist er namentlich in der EU-Vogelschutzrichtlinie enthalten und gilt damit als besonders schutzbedürftig.

vielfaltleben  
Das „Artenschutzprogramm Brachpieper“ ist Teil der vieltfaltleben-Kampagne, die das Lebensministeriums gemeinsam mit den Projektpartnern Naturschutzbund, WWF und BirdLife Österreich umsetzt. Ziel ist, die Lebenssituation zahlreicher bedrohter Tier- und Pflanzenarten in Österreich bis zum Jahr 2010 entscheidend zu verbessern.

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klöpzig, Birdlife Österreich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 (0)699 152 346 51
bettina.kloepzig@birdlife.at

Zum Seitenanfang

       
   

 
 
 
  Birdrace 2010: Start am 15. Mai 15 Uhr
Welches Team zählt die meisten Vogelarten in 24 Stunden
Sponsorengelder kommen Vogelschutz zugute

Wien/Österreich (im Mai 2010) – Egal ob routinierter Vogelbeobachter oder Hobby-Ornithologe,  beim Austrian Birdrace geht es vor allem um ehrliche Teamarbeit. Vom 15. bis 16. Mai heißt es pro Team möglichst viele Arten in 24 Stunden zu entdecken. Die Siegerprämien und Sponsorengelder kommen Naturschutzprojekten zugute.

„Abgesehen von Fernglas, Stift und Notizblock wird ein Bestimmungsbuch unterm Arm nicht verkehrt sein“, zeigt sich Niki Berlakovich höchst motiviert und um ein Augenzwinkern nicht verlegen. Das „Austrian Birdrace“ findet heuer bereits zum 7. Mal statt und steht im Jahr der Artenvielfalt ganz im Zeichen der vielfaltleben-Kampagne des Lebensministeriums.
Die Idee zum Birdracing kommt ursprünglich von vogelbegeisterte Engländer. Im deutschsprachigen Raum haben die Schweizer Birdrace seit 1990 etabliert. Aber auch hierzulande zieht der Wettbewerb immer mehr begeisterte Vogelbeobachter an: waren beim 1. Austrian Birdrace 2005 nur elf Teams unterwegs, sichteten im Vorjahr bereits 56 Teams mehr als 200 Arten. Das ist die Hälfte der bis dato in Österreich dokumentierten Vogelarten!

Teilnahmebedingungen

Der gesellige Teambewerb funktioniert nach strengen Regeln: ein Team muss aus zumindest zwei Personen bestehen. Jeder Vogel muss von allen Teammitgliedern gesehen werden. Dokumentieren müssen die Vogelkundler ihre Beobachtungen allerdings nicht. Ehrlichkeit ist hier Ehrensache. Die Teilnahme ist kostenlos.

Klimaschonender Wettbewerb

Um dem Klimaschutzgedanken zu entsprechen sind zur Fortbewegung während der 24 Stunden abgesehen von den eigenen Füßen ausschließlich öffentliche Verkehrsmittel,  Räder oder Reittiere von Pferd bis Dromedar alles erlaubt. Nähere Informationen dazu unter www.bird.at.

Gewinner aktiv für den Artenschutz

Abgesehen vom Spaß-Faktor unterstützen Birdracer mit den gesammelten Sponsorengeldern gleichzeitig auch wichtige Naturschutzprojekte. Das Siegerteam 2009 holte sich den Spitzenplatz durch eine ambitionierte Radtour im March-Taya-Gebiet, einem Hotspot der Artenvielfalt in Österreich. Mit 19 Teams und der höchsten Teilnehmerzahl gewann Niederösterreich unter den Bundesländern somit auch das Sponsorengeld.

Birdrace 2009 ermöglicht Ankauf von „Horst-Bäumen“
Die Sponsorgelder aus dem Birdrace 2009 sind für den Ankauf von Bäumen in den March-Thaya-Auen vorgesehen. Es werden dabei gezielt jene Bäume ausgewählt, auf denen sich Horste bedrohter Arten wie Schwarzstorch, Rotmilan und Schwarzmilan befinden. Da einige dieser Bäume im Zuge der forstlichen Nutzung zur Schlägerung vorgesehen sind, sollen diese noch rechtzeitig angekauft werden und bis an ihr natürliches Lebensende im Waldbestand verbleiben. Gerade solche „Überhälter“ sind von großer Bedeutung, da nur sie die Voraussetzungen für einen guten Horst und somit eine erfolgreiche Brut von Storch und Co erfüllen.

Austrian Birdrace 2010 ist eine Veranstaltung von bird.at und BirdLife Österreich im Rahmen der Vielfaltleben-Kampagne des Lebensministeriums.

Nähere Informationen und Anmeldungen bis spätestens 14. Mai 2010 unter www.bird.at.

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klöpzig, Birdlife Österreich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 (0)699 152 346 51
bettina.kloepzig@birdlife.at

Zum Seitenanfang

       
   



 
 
 
  Wiesenbrüter bald vor dem aus
Fachtagung soll neue Erkenntnisse für Wiesenvogel-Schutz bringen

Wels, 8. April 2010. – „Die Wiesenbrüterbestände gehen in Österreich dramatisch zurück. Mit der bislang größten heimischen Artenschutzkampagne‚ vielfaltleben’  setzen wir gezielt Maßnahmen gegen den Artenverlust, um diese alarmierende Entwicklung rasch einzudämmen“, betonte Kampagnen-Initiator Umweltminister Niki Berlakovich.  Bei der Fachtagung im Rahmen von vielfaltleben lud BirdLife Österreich ExpertInnen für Wiesenbrüter-Schutzprogramme zum Erfahrungsaustausch.

Klingende Namen wie der Große Brachvogel, die Uferschnepfe, Bekassine oder der Wiesenpieper finden sich in Österreich bereits seit einigen Jahren auf der Roten Liste der gefährdeten Brutvogelarten. Besonders dramatisch ist die Lage beim Braunkehlchen: vor Jahren war der „Allerwelts-Vogel“ in den österreichischen Wiesenlandschaften weit verbreitet. Heute ist der zierliche Singvogel nur noch punktuell zu hören.

Ursachen für den dramatischen Rückgang sind intensive Grünlandbewirtschaftung, die Entwässerung von Feuchtwiesen, die Verschlechterung des Nahrungsangebotes für Brut- und Jungvögel durch übermäßige Düngung und vor allem Brutverluste durch zu frühe Mahd. „Die meisten Wiesen sind schon gemäht, wenn die Langstreckenzieher im Mai aus Afrika zurückkehren, so BirdLife-Experte Johannes Frühauf.

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Brut ist vor allem hohes Gras. Die auf feuchte Wiesen, Weiden oder Moore angewiesenen Bodenbrüter finden also nicht einmal mehr den Lebensraum, um überhaupt mit der Brut zu beginnen. „Früher wurden Wiesen ein bis höchstens zweimal, heute bis zu siebenmal gemäht. Selbst auf 800 Meter fahren die Heuwagen bis zu dreimal aus“, ergänzt Frühauf.

Durchschnittskulturlandschaft ist das Problem
Die Problemanalyse unter den ExpertInnen ergibt aber auch erfreuliches: die Bestands-Situation in Schutzgebieten ist weit weniger prekär als im gewöhnlichen Agrarland. Es gibt durchaus herzeigbare Erfolge, wie die Schutzprojekte im Nordburgenland an den Beständen von Uferschnepfe und Rotschenkel aufzeigen. Bislang wenig erfolgreich waren die Bemühungen, geeignete Schutzmaßnahmen in ausreichendem Umfang auf die „normale“ Durchschnittskulturlandschaft umzulegen. Der Kiebitz hat es z. B. als einziger Wiesenvogel zwar geschafft auch im Ackerland Fuß zu fassen, der Bruterfolg ist hier zumeist aber sehr gering.

Wiesenbrüter Hotspot Nordburgenland
Die Region um den Neusiedler See im Nordburgenland beherbergt die größten Bestände der in Wiesen brütenden Vogelarten. Andere wichtige Brutgebiete sind vor allem noch das südliche Machland, das mittlere Ennstal in der Steiermark, Teile des Wald- und Mühlviertels sowie das Vorarlberger Rheintal.

Schutzprogramme gegen Artenverlust
Projekte zum Schutz von Wiesenvögeln wurden bisher immer nur auf lokaler Ebene und nicht bundesweit durchgeführt. Der Workshop, an dem VertreterInnen von Wissenschaft, Naturschutz und Behörden teilnahmen, hat vor allem einen Österreichweiten Erfahrungsaustausch gebracht. „Wir müssen die Schutzprojekte der vergangenen Jahre ausweiten und vor allem bestehende Programme aufeinander abstimmen“, sagt Michael Dvorak, Projektleiter bei BirdLife.

Fazit der Experten: Vertragsnaturschutz ernst nehmen
Im Rahmen der vielfaltleben-Kampagne erarbeitet BirdLife bis 2011 konkrete Maßnahmen und Richtlinien. Ab 2012 sollen die Schutzprogramme in ganz Österreich umgesetzt werden. Vertragsnaturschutz ist dabei wesentlich: „Wir brauchen Aufklärungsarbeit durch landwirtschaftliche Interessensvertretungen, Behörden und Naturschutz sowie v. a. finanziell attraktive Angebote, um Pflegeverträge mit den Landwirten vor Ort zu bekommen, damit wichtige Gebiete als Brutplätze erhalten bleiben“, bringt Dvorak die Tagungsergebnisse auf den Punkt.

vielfaltleben  
Das „Österreichische Wiesenbrüterprogramm“ ist Teil der vieltfaltleben-Kampagne, die das Lebensministeriums gemeinsam mit den Projektpartnern Naturschutzbund, WWF und BirdLife Österreich umsetzt. Ziel ist es, die Lebenssituation zahlreicher bedrohter Tier- und Pflanzenarten in Österreich bis zum Jahr 2011 entscheidend zu verbessern.

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klöpzig, Birdlife Österreich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 (0)699 152 346 51
bettina.kloepzig@birdlife.at

Zum Seitenanfang

       
   



 
 
 
  Berlakovich: Schutzprojekt für den gefährdeten Wendehals
Nistkästen ersetzen fehlende Bruthöhlen im Leithagebirge

Purbach/Burgenland 01. April 2010 - Der Bestand des Wendehalses ist in den letzten Jahren stark zurück gegangen. Der mittlerweile rare Vogel braucht Bruthöhlen in alten Obstbaumbeständen, die jedoch mehr und mehr verschwinden. Umweltminister Niki Berlakovich und BirdLife werden hier mit der Kampagne „vielfaltleben“ aktiv und starten ein Schutzprojekt. „Mit dem Anbringen von entsprechenden Nistkästen bieten wir dem Wendehals Ersatz für die fehlenden Bruthöhlen und sorgen dafür, dass es mit seiner Population wieder aufwärts geht. Diese heimische Vogelart ist ein wichtiger Bestandteil unserer biologischen Vielfalt und darf nicht verloren gehen“, unterstreicht Umweltminister Niki Berlakovich.

Die Weingartenlandschaft am westlichen Ufer des Neusiedler Sees bietet ideale Bedingungen für die Brutpflege und Nahrungssuche des Wendehals. Das milde Seeklima, kleine Brachflächen und Trockenrasen ergänzen die reichhaltig strukturierten Weingärten mit Kirsch- und Pfirsichbäumen. Speziell auf die natürlichen Baumhöhlen dieser alten Obstbaumbestände ist der Wendehals angewiesen. Weder er noch einige andere seltene Höhlenbrüter können sich Nisthöhlen selber schaffen. Die Auswahl an Brutmöglichkeiten in geeigneten Bäumen wird jedoch immer geringer. Die Anzahl der Altbäume ist in den letzten Jahren stark gesunken.

Schleichende Dezimierung der Bäume begrenzt das Vorkommen

Die Gründe warum viele der alten Obstbäume in den Weinbergen und Gärten fallen sind schnell erklärt. Beate Wendelin, Expertin von BirdLife: „Alte Obstbäume stehen sehr oft der maschinellen Bewirtschaftung im Wege und werden dann entfernt“. Ist der Traktor zu breit, muss der alte Obstbaum weichen. Auch Eingriffe wie Siedlungserweiterungen und Wegebauten führen zum Fällen von Altbäumen. So kommt es zu einer schleichenden Dezimierung der Altbaumbestände und damit auch der Lebensräume seltener Vogelarten.

Aufbau von Altbaumbestand

Als erste Sofort-Maßnahme werden daher Nisthilfen in Bereichen angebracht, wo die alten höhlenreichen Bäume bereits fehlen oder selten geworden sind. Aber auch zur Überbrückung der kritischen Wachstumsphase bis junge Bäume dick genug für Bruthöhlen sind. Denn längerfristig strebt Wendelin den Aufbau eines ausreichenden Altbaumbestandes an und die Wiederherstellung von Nahrungsflächen durch Entbuschung und Mahd.

Bürgermeister von Purbach hängt Nistkasten auf

Mit guten Bespiel voran geht der Bürgermeister von Purbach, Ing. Richard Hermann. Unter Fachkundiger Anleitung der BirdLife-Experten hängt er gleich selbst einen Nistkasten auf: „Ich bin begeistert wie positiv die Weingartenbesitzer die Nisthilfenmontage in den Weinbergen und Streuobstwiesen aufgenommen haben“. Besonders wichtig erscheint dem Bürgermeister auch der Aufbau des Altbaumbestandes: „Purbach ist nicht nur als Weinbauzentrum der Region bekannt. Abgesehen vom  Weinbau, der hier seit 1272 urkundlich belegt ist, sind die Gemeinden Breitenbrunn, Winden, Jois und Donnerskirchen auch dem Namen Kirschblütenregion mit der vorzüglichen Leithaberger Edelkirsche verpflichtet“, so Ing. Hermann überzeugend. Die Region „Leithaberger Edelkirsche“ hat erst Anfang März den 1. Preis beim Wettbewerb „GenussZiele 2010″ der GENUSS REGION ÖSTERREICH eingeheimst.

Exkursionen zum Hotspot Artenvielfalt

Der Wendehals ist nur ein Beispiel für die eindrucksvolle Artenvielfalt, wie sie hier am Leithagebirgsrand im Naturpark Neusiedler See noch zu finden ist. Auch andere gefährdete Vogelarten wie Heidelerche, Schwarzkehlchen und Neuntöter fühlen sich hier ebenso gut aufgehoben wie Smaragdeidechse oder das Wiener Nachtpfauenauge. Im Rahmen des Projektes finden auch geführte Rundgänge statt, bei denen diese stark gefährdeten Vogelarten beobachtet werden können.

Die Kampagne vielfaltleben, die das Lebensministerium gemeinsam mit den Projektpartnern Naturschutzbund, WWF und BirdLife durchführt, hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebenssituation zahlreicher bedrohter Tier- und Pflanzenarten Österreichs im Jahr der Artenvielfalt 2010 entscheidend zu verbessern.

Exkursionstermin:
30. Mai 2010, 10-13 Uhr
„Spätfrühling an den Hängen des Leithagebirges“
http://www.purbach.at

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klöpzig, Birdlife Österreich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 (0)699 152 346 51
bettina.kloepzig@birdlife.at

Zum Seitenanfang

       
   

 
 
 
  Artenschutzprojekt im Wiener Augarten: „Comeback Wanderfalke!“
Nistkästen für Wanderfalken auf Flaktürmen montiert

Wien, 24. März 2010 - Der Wiener Augarten besitzt neuerdings eine künstliche Felslandschaft. Gemeint sind die beiden über 50 Meter hohen Flaktürmen, die so zu sagen Natur im Nachbau, genau einer Felslandschaft entsprechen. Diese „Felslandschaft“ bietet optimale Strukturen für den Wanderfalken. Seit einigen Jahren wird das Mahnmal aus dem 2. Weltkrieg vermehrt von dem streng geschützten Greifvogel als Jagd- und Ruheansitz aufgesucht. Nur brüten wollte der Wanderfalke bisher hier nicht. Mit Nistkästen, die auf den Zinnen der Flaktürme von den Wiener Bundesgärten montiert wurden, wollen die BirdLife-Experten den Taubenjäger zum Brüten verleiten.

Der Wanderfalke (Falco peregrinus) hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Pestizidbelastung und illegale Aushorstung führten zu enormen Bestandseinbrüchen. „Von seinem ursprünglichen Lebensraum, den steilen Felsschluchten, dringt er heute immer weiter in den urbanen Raum vor. Doch gerade hier fehlen dem schnellen Jäger, dessen Nahrungsspektrum im Übrigen auch die Straßentaube beinhaltet, geeignete Nistmöglichkeiten“, erklärt Christoph Roland, Ornithologe und Vorstandsmitglied von BirdLife Österreich. Die Idee den Wanderfalken mittels Anbringung von speziellen Nistkästen im Augarten anzusiedeln, entwickelte Roland gemeinsam mit der Biologin und Fotografin Mag.a Brigitte Baldrian-Altmann. Unter dem Titel „Zahme Wildnis“ hat Brigitte Baldrian den Augarten bereits mehrfach durch die Linse erforscht und fotographisch festgehalten.

Wanderfalke: Brutvogel der Großstädte
Zur Bestimmung der artgerechten Platzierung der Nistkästen wurde Dr. Anita Gamauf, Greifvogelexpertin Naturhistorisches Museum und Mitglied des wissenschaftlichen Beirates von BirdLife Österreich herangezogen: „Der Wanderfalke als Brutvogel in Großstädten ist bereits ein weitverbreitetes Phänomen. In Wien konnten wir bisher nur 0 - 1 Brutpaar feststellen. Mit der Montage der Nistkästen auf den Flaktürmen geben wir dem Felsenbrüter eine Chance sich auch in Wien zu etablieren. Nahrung gibt es für den schnellsten der Flugjäger genug“.

Großzügiger Unterstützung der Bundesgärten Wien
Mit großzügiger Unterstützung der Bundesgärten Wien, welche bezüglich Finanzierung, Konstruktion und Montage großen Einsatz geleistet haben, kann dieses Pilotprojekt erstmals in Wien erfolgreich durchgeführt werden. Ing. Daniel Rohrauer, Verwalter der Bundesgärten Wien: „Speziell im Internationalen Jahr der Biodiversität ist es uns ein Anliegen die Natur in der Stadt zu fördern und Bewusstsein der ParkbesucherInnen für die Artenvielfalt zu schaffen. Das Artenschutzprojekt „Comeback Wanderfalke“ fügt sich hier vorbildlich in die Strategie der vielfaltleben-Kampagne des Lebensministeriums ein“. Er selbst bezeichnet sich als Hobby-Biologe und hat sich bereits in der Vergangenheit für Projekte wie für die Schaffung von „Öko-Nischen“ in Schönbrunn und dem Augarten eingesetzt. Hier werden eingezäunte Flächen dem natürlichen Wildwuchs überlassen und nur ein bis zweimal im Jahr von fremdländischen Gehölz befreit.

Ein ExpertInnenteam u.a. aus Ornithologen und Fledermausforschern erkundeten im Vorfeld den „Lebensraum Flakturm“. Kooperationspartner der Aktion sind weiters das Naturhistorische Museum Wien, die Wiener Umweltschutzabteilung MA 22 - und das Greifvogelschutzzentrum Lobau.

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klöpzig, Pressesprecherin, BirdLife Österreich
Mobil: +43 699 152 346 51
E-Mail: bettina.kloepzig@birdlife.at

Weiterführende Links
http://www.biologischevielfalt.at/de/
http://www.bundesgaerten.at/
http://fotobaldrian.jimdo.com/fotos-home/augarten-wien/
http://fotobaldrian.jimdo.com/fotos-home/augarten-wien/comeback-wanderfalke/

Zum Seitenanfang

     
   

 
 






  Öko-Messestadt Wels ignoriert Vogelschutzanliegen weiterhin
BirdLife: Geeignete Alternativstandorte für AC/DC-Konzert existieren

Wels, 1.3.2010: Anlässlich der Eröffnung der Energiesparmesse Wels kritisieren Natur- und Umweltschützer die Stadt Wels. Rund um die Genehmigung des AC/DC-Konzerts im Mai am Welser Flugfeld werden die Vogelschutzanliegen von der Stadtverwaltung nicht ernst genommen. Experten bei Naturschutzbund und  BirdLife sind fassungslos: einerseits wird hier ein Image für Öko-Messen gepflegt, während Biodiversitätsziele im Jahr der internationalen Artenvielfalt mit Füßen getreten werden.

Alternativen zum Welser Flugplatzgelände wurden der Stadt Wels schon längst von den intervenierenden Organisationen vorgeschlagen. Hans Uhl, Experte von BirdLife Oberösterreich nennt spontan das 15 ha große Areal an der Innkreisautobahn bei Wimpassing. Die Fläche gehört der Stadt Wels. Pläne für die Errichtung von Sportstadien wurden hier fallen gelassen. Andernorts würden auch auf dem Segelflugplatz Ost der Stadt Linz 30 Hektar große Wiesen mitten im Industriegebiet in Frage kommen. „Hier wären keine Naturschutzgüter und weniger Anrainer nachteilig betroffen“, so Uhl.

Wenig Interesse für eine Standortverlegung des geplanten Konzerts gibt es hingegen von Seiten der Stadt Wels und der Veranstalter. In Fachkreisen fragt man sich, warum die Stadt Wels Alternativplätze sehr spät und nur halbherzig prüft. Fragwürdig vor allem bleibt warum keine Vogelschutzexperten herangezogen werden, um ein ökologisch einwandfreies Verfahren sicher zu stellen. Öffentliche Aussagen des leitenden Magistratsbeamten, „dass die Beschallung beim Konzert so ausgerichtet wird, dass die Vögel vom Musiklärm nicht über Gebühr gestört werden“, hält Gerald Pfiffinger von BirdLife Österreich für unseriös.

Die Vogelschützer fordern daher von Landesrat Haimbuchner den angekündigten Magistrats-Bescheid aufzuheben, sollte es zu keiner objektiv nachvollziehbaren Prüfung der  Alternativstandorten kommen. Für die Ornithologen steht außer Frage, dass Bürgermeister Dr. Koits hier die ursprüngliche Standortwahl durchbringen will, ohne die Interessen des Naturschutzes zu berücksichtigen. Als Farce bezeichnet Gerald Pfiffinger auch die medienwirksam angekündigten Gutachten: „Wie ist es sonst möglich, dass der Leiter der Bezirksverwaltung, Bernd Spitzer, bereits Mitte Februar via Medien am Flugplatzgelände als Veranstaltungsort festhält, obwohl ein unabhängiges Naturschutzgutachten erst für Mitte März erwartet wird? Offensichtlich ist dieses nachträgliche Gutachten nur mehr als Feigenblatt für eine politische Willkürentscheidung gedacht!“, so Pfiffinger weiter.

Josef Limberger, Obmann des Naturschutzbundes OÖ, bringt das Thema zum aktuellen Anlass auf den Punkt: „Nachhaltigkeit besteht nicht nur in der Wahl richtiger Dämmstoffe und Heizmaterialen, sondern vor allem auch in der Erhaltung gefährdeter Lebensräume und deren Biodiversität für unsere Nachwelt. Diese wird, so das Konzert am Flugplatz stattfindet, einfach ignoriert.

Die NGOs betonen, dass sie volles Verständnis für die Rockband AC/DC und ihre Fans haben. Sie setzten sich allerdings konsequent für die örtliche Verlegung des Veranstaltungsortes ein, um nachhaltige Schäden am letzten Rest der der Welser Heide zu verhindern. Sie fordern für dieses Naturjuwel die Ausweisung eines Naturschutzgebietes.

Die Naturschutzorganisationen sind besonders besorgt um bereits gefährdete Vogelarten, wie den Großen Brachvogel, der genau zur Zeit der geplanten Großveranstaltung seine Jungen in den Wiesen aufzieht. Die Welser Heide und somit das Flugplatzgelände sind eines der wenigen Gebiete mit den besten Bruterfolgen für Wiesenvögel in Österreich.

Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klöpzig
Pressesprecherin, BirdLife Österreich
Mobil: +43 69914034470
E-Mail: bettina.kloepzig@birdlife.at

Links
Erhalt des Welser Flughafengeländes - Ihre Unterschrift zählt!

Zum Seitenanfang

       
   


 
 
 
  Endergebnis Wiener Vogelzählung: Kohlmeise voran

Das Kopf-an-Kopf-Rennen von Saatkrähe, Spatz und Meise ist entschieden: mit 1.978 gezählten Vögeln steht die Kohlmeise an der Spitze der ersten großen Wintervögelzählung, die von Umweltstadträtin Ulli Sima und BirdLife initiiert wurde. Auf den weiteren Plätzen: Die Saatkrähe mit 1.772 und der Haussperling mit gezählten 1.059 Vögeln.

Insgesamt haben die Wienerinnen und Wiener 11.484 Vögel gezählt. Hunderte Menschen in Wien sind dem Aufruf zur „Stunde der Wintervögel“ gefolgt und haben in Gärten, Parks und auf Balkonen eine Stunde lang die Vogelwelt beobachtet. 400 Meldungen sind seit dem Zähltag, am 6.1.2010, bei BirdLife eingegangen. Umweltstadträtin Ulli Sima freut sich „über das große Engagement und das Bewusstsein der Wienerinnen und Wiener für Umwelt, Natur und Artenvielfalt,“ und sieht die Arbeit und Programme der Stadt Wien in diesen Bereichen bestätigt. „Ohne den Einsatz der Wiener und WienerInnen wäre diese Vogelzählung nicht zustande gekommen“, freut sich auch Gerald Pfiffinger, Geschäftsführer von BirdLife, über die gelungene Aktion.

Kohlmeise bei 8 von 10 Beobachtungen mit dabei
Die meisten Vögel wurden in der Donaustadt gesichtet und erfasst (1.463), knapp dahinter folgen die Bezirke Floridsdorf (1.326 Vögel) und Penzing mit 1.100 gezählten Vögeln. Durchschnittlich zählten die WienerInnen 30 Vögel pro Garten. Die Kohlmeise war bei 80 Prozent der gemeldeten Beobachtungen mit dabei. Das überrascht die Ornithologen nicht, denn die Kohlmeise profitiert besonders von Winterfütterung und Nistkästen. Die zwischenzeitlich an erster Stelle platzierte Saatkrähe wurde vergleichsweise nur bei jeder dritten Zählung registriert, dann allerdings mit einer sehr hohen Individuenzahl. Weitere Gartenvögel fühlen sich offensichtlich im Wiener Stadtgebiet ebenso gut aufgehoben: Die Blaumeise in jedem zweiten Garten, der Buntspecht besucht Fütterungen auf 45 Prozent der beobachteten Grünflächen und der Grünling wurde in 41 Prozent der beobachteten Parks und Gärten festgestellt.

Auch seltene Vogelarten wurden in Wien festgestellt

Überrascht wurden Beobachter im 2. und 11. Bezirk: Drei Sakerfalken kreisten über dem Augarten und dem Zentralfriedhof. Der Sakerfalke ist eine seltene und weltweit vom Aussterben bedrohte Greifvogelart. Er brütet nur im Osten Österreichs mit lediglich 15-20 Paaren. BirdLife Österreich bemüht sich seit Jahren um den Schutz dieser Besonderheit. Ein besonderes Naturschauspiel bot außerdem ein Trupp Saatgänse, der über dem 11. Bezirk gesichtet wurde. Zentrumsnah im Stadtpark wurden 380 Stockenten erfasst, sowie in etlichen anderen gewässernahen Bezirken die im Winter häufigen Lachmöwen (267 Vögel).

Vogelzählung wichtiger Ergebnis-Indikator für Vogelbestände

Die Reihung der häufigsten Vogelarten ist vor allem langfristig gesehen ein Indikator für die Veränderung des Lebensraums Stadt. Die gewonnenen Daten können so auch als Frühwarnsystem für Bestandsrückgänge verwendet werden. Ein erfreuliches Beispiel für die Ergebnisse der Wiener Vogelzählung ist, dass die Amsel wieder häufiger vorkommt und in fast zwei Drittel aller Wiener Gärten beobachtet werden konnte. Der Vergleich mit der am gleichen Tag in München durchgeführten Vogelzählung zeigt, dass der Haussperling (Spatz) in Wien häufiger als in München vorkommt. Die Datenauswertung der seit 2005 in München stattfindenden Vogelzählung hat einen rapiden Rückgang der Spatzenart gezeigt. Während er in Wien auf Platz drei der Rangliste zu finden ist, erreicht er in München dieses Jahr nur noch Platz sechs.

Vogelschutz wird ernst genommen

Wien weist eine vielfältige Vogelwelt auf, fast alle Vögel Wiens und deren Lebensräume sind unter Schutz gestellt. Die fachlichen und rechtlichen Arbeiten dazu leistet die Wiener Umweltschutzabteilung -MA 22. Bereits 2009 veröffentlichte die Wiener Umweltschutzabteilung gemeinsam mit BirdLife Österreich den „Wiener Brutvogelatlas“, eine detaillierte Studie zur Vogelwelt Wiens in der Brutzeit. Auch hier konnten wichtige Zählergebnisse mit Hilfe von vogelinteressierten BürgerInnen vervollständigt werden. „Derartige Vogelstudien sind sehr aufwändig, da sie allein für die Datensammlung einen enormen Stundenaufwand benötigen“, so Teufelbauer. „Das Citizen Science-Konzept, die Einbindung von ehrenamtlichen Helfern in wissenschaftlichen Studien, wird seit Jahrzehnten in vielen europäischen Ländern und in Nordamerika erfolgreich angewendet. Die Ergebnisse solcher Projekte werden aufgrund hoher Teilnehmerzahlen aussagekräftig und mögliche Fehlerquellen dadurch irrelevant“.

Alle TeilnehmerInnen erhalten Ergebnisbericht

Unter den TeilnehmerInnen wurden ein Premium Vogelfütterungs-Set mit verschiedenen Futtersäulen-Modellen samt Futter, sowie mehrere Exemplare des Wiener Brutvogelatlas verlost. Alle TeilnehmerInnen bekommen den Ergebnisbericht der Wiener Wintervogelzählung zugeschickt. Weitere detaillierte Ergebnisse zur Stunde der Wintervögel sind unter www.birdlife.at zu finden. Die Stunde der Wintervögel ist eine Aktion von BirdLife Österreich, Umweltstadträtin Ulli Sima und der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22. In Kooperation mit dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV).

Mag. Johannes Angerer
Mediensprecher
Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima
Tel.: +43 1 4000 81359
Mobil: +43 676 8118 81 359
E-Mail: johannes.angerer@wien.gv.at
www.natuerlich.wien.at

Mag. Bettina Klöpzig
Pressesprecherin
BirdLife Österreich
Tel:+43 1523 46 51 -90
Mobil: +43 69914034470
E-Mail: bettina.kloepzig@birdlife.at
www.birdlife.at

Link
www.stunde-der-wintervoegel.at

Zum Seitenanfang

     
      Naturschützer über Koits entsetzt

Linz/Wels, 12. Jänner 2010 - Die angebliche Einigung im Streit um das AC/DC Konzert am Welser Flugplatz ist eine Farce. Angeblich hat der Welser Bürgermeister Dr. Koits am Montag einen runden Tisch einberufen, um den Interessenkonflikt zwischen Naturschutz und Abhaltung des Rockkonzerts am Flugplatz auszuräumen. Es gab auch einen runden Tisch, nur von den drei größten Naturschutzorganisationen Österreichs Naturschutzbund, WWF und BirdLife, die sich um die bedrohten Vogelarten sorgen und auf die Problematik aufmerksam gemacht haben, war niemand geladen. In ihren Reihen befinden sich einige der profundesten Ornithologen unseres Landes. Der Naturschutz war angeblich nur durch bezahlte Gutachter und eine weisungsgebundene Magistratsangestellte vertreten. „Da von einer Einigung mit den Vogelschützern zu sprechen, ist schlichtweg falsch und eine solche Vorgehensweise ist inakzeptabel“, ist Josef Limberger, Obmann des Naturschutzbundes Oberösterreich, empört.
Just jener Sachverständige wurde hinzugezogen, welcher im Auftrag der Betreiber einer Verbauung des Flugplatzgeländes ebenfalls tätig ist. „Beileibe kein Ornithologe“, so Limberger.

Der Naturschutzbund Oberösterreich, eine unabhängige Naturschutzorganisation, will das Konzert nicht verhindern und hat deshalb nach Lösungen im Sinne aller gesucht. Auf Hinweis eines biologischen Landwirtes, welcher sich ebenfalls um die Vogelwelt des Welser Flugplatzes sorgt, wurde eine Ausweichfläche gefunden! „Hier kommen keine gefährdeten Vogelarten vor und auch die Lage ist für eine Großveranstaltung sehr günstig“, ist Josef Limberger zuversichtlich, dass das Konzert da stattfinden kann. Der Eigentümer wurde bereits kontaktiert und hat seine Zustimmung gegeben. Die Naturschutzabteilung des Landes, welche auch nicht geladen war, wurde bereits Ende letzter Woche von dieser Chance für Wels und für die Natur von Josef Limberger unterrichtet. Es stünde ein Kleefeld mit 10 ha zur Verfügung, beste Anbindung zur Autobahn (hier könnten auch Parkplätze in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen). „Diese Lösung wäre für Vogelschutz und für das AC/DC Konzert positiv. Weder die Anfahrtswege noch der Veranstaltungsort, nämlich Wels würden sich ändern“, so Limberger.

Würde die Ausweichfläche aus fadenscheinigen Gründen abgelehnt, dann nährt das die Befürchtung, dass Bgm. Koits mit dem Konzert die Vögel vergrämen will, damit er den Naturschützern die Argumente gegen die von ihm gewünschte Verbauung eines großen Teils des Flugplatzes nimmt. Die Naturschutzverbände fordern die Stadt Wels noch einmal auf, konstruktiv und gemeinsam nach Lösungen im Einklang von Natur und Mensch zu suchen, anstatt sich hinter politischer Taktiererei zu verstecken. Trotz großer Verstimmung über die Vorgehensweise der Stadt sind sie immer noch zur Zusammenarbeit bereit.
Auf dem Gelände brüten 10 % der österreichischen Population des vom Aussterben bedrohten Großen Brachvogels. „Durch die Konzertbesucher würden die Gelege des am Boden brütenden Vogels zerstört und die Jungen zertrampelt werden. Daher muss ein Ersatzort her“, so Gábor Wichmann von Birdlife Österreich.

Rückfragen:
Josef Limberger, Obmann des Naturschutzbund Oö., Tel.: 0732 77 92 79 oder 0664/5130816
Mag. Gábor Wichmann, BirdLife Österreich, Tel.: 0699/ 1 99 01 137
Bernhard Kohler, Leiter des WWF Ostösterreich-Programms, Tel.: 0676 83 488 281

Links
Weiterführende Informationen zum Thema stellt Hans Uhl auf der Homepage des Büros für Integration von Natur und Mensch zur Verfügung (Rubrik "Vogelschutz aktuell in Oö")

Zum Seitenanfang

 
BirdLife Österreich - Gesellschaft für Vogelkunde
Museumsplatz 1/10/8, A-1070 Wien l Tel: 01 523 46 51, Fax: 01 523 46 51 50 l E-Mail: office@birdlife.at
Spendenkonto: PSK 92038217, BLZ: 60 000