Schleiereule
 
Es ist nur relativ wenig über Verbreitung und Bestandsentwicklung der Schleiereule in Österreich bekannt. Die vorliegenden Daten lassen jedoch sehr wohl eine gravierende Bestandsabnahme in den letzten Jahrzehnten erkennen. Gab es früher noch in vielen Dörfern Schleiereulen, so ist das heute nur noch die Ausnahme. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt in den Tief- und Hügellagen Ostösterreichs vor allem in Becken und Flusstälern. In den letzten Jahren konnten nur noch wenige Vorkommen vor allem im nordöstlichen Niederösterreich nachgewiesen werden, so im Pulkautal und den südlich anschließenden Gebieten, im Laaer Becken, entlang von March und Thaya, im Marchfeld und bei Krems. Im Burgenland sind Vorkommen vor allem aus dem Seewinkel, der Parndorfer Platte und dem Mattersburger Hügelland bekannt.

Die Erfassung der Schleiereule wird durch ihre heimliche Lebensweise erschwert. Daher sind alle Hinweise auf Sichtungen oder den Fund von Gewöllen oder Federn sind sehr wertvoll.

Fast 90 % der bekannten Bruthinweise befinden sich zurzeit innerhalb von Ortschaften, nur wenige in Einzelgehöften oder sonstigen Standorten. Der für ganz Österreich geschätzte Bestand von insgesamt ca. 50 Brutpaaren liegt ungleich niedriger als in allen benachbarten Ländern. Eine möglichst systematische Erfassung des heimischen Bestandes ist daher Voraussetzung für weitere Schutzbemühungen.

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