Lachmöwe

Chroicocephalus ridibundus

Lachmöwe – Ruf

Francesco Sottile, XC957597. Erreichbar unter www.xeno-canto.org/957597
  • Status

    Diese Einstufungen basieren auf der Artenliste der Avifaunistischen Kommission Österreich (Jänner 2024).

    regelmäßiger Brutvogel

  • Bestandstrend

    Diese Daten beschreiben Langzeittrends und stammen aus dem Österreichischen Brutvogelatlas (2013-2018).

    Abnehmend

  • Rote Liste (AT)

    Diese Daten stammen aus der Roten Liste Österreich (2017).

    Nicht gefährdet

  • Bestandszahl

    Diese Daten stammen aus dem Österreichischen Brutvogelatlas (2013-2018).

    4.000 – 6.000 Brutpaare

  • Ampelliste

    Diese Daten stammen aus der von BirdLife Österreich erstellten Ampelliste (Liste der Vögel mit prioritärem Schutzbedarf).

    Grün

  • Rote Liste (weltweit)

    Diese Daten stammen aus der Roten Liste der IUCN.

    Least concern (LC)

Wie erkenne ich eine Lachmöwe?

Die Lachmöwe ist eine mittelgroße Möwenart mit schlankem Körperbau. Jungvögel besitzen ein bräunlich-geflecktes Gefieder, orange Beine und einen gelblich-hornbraunen Schnabel. Das Federkleid der Altvögel ist überwiegend weiß mit hellgrauem Rücken und ist zur Brutzeit durch das auffällige schokoladenbraune Kopfgefieder gekennzeichnet. Schnabel und Beinfarbe der Altvögel variiert zwischen hell- und dunkelrot. Im Schlichtkleid (Herbst und Winter) zeigen Jung- und Altvögel einen weißen Kopf mit dunklen Markierungen.

Wird häufig verwechselt mit

Verwechselungen von Lachmöwe und Schwarzkopfmöwe sind am wahrscheinlichsten. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal: Das schokoladenbraune Kopfgefieder der Lachmöwe endet im Nacken, während das tiefschwarze der Schwarzkopfmöwe bis in den Halsbereich reicht. Auch der Schnabel hilft bei der Bestimmung – er ist bei der Lachmöwe deutlich schlanker, feiner geformt und dunkelrot statt scharlachrot bei der Schwarzkopfmöwe. Lachmöwen sind zudem weitaus häufiger in Österreich anzutreffen als Schwarzkopfmöwen.

Stimme

Zur Brutzeit hört man Lachmöwen jauchzen bzw. eine abgerissene Reihe von Krächztönen wie „rä grä grä-krää-krääääääh-kräääh-kräääh-krä-gra“. Beim Streit ums Futter deutlich und hoch „piiee“.

Lebensraum

Lachmöwen sind an den unterschiedlichsten Gewässern anzutreffen. In Österreich brüten sie an großen Seen, Mooren und Flüssen. Zur Nahrungssuche und im Winter sind sie auch in Städten unterwegs.

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Nahrung

Die Lachmöwe ist als Allesfresser (Omnivor) hinsichtlich ihrer Nahrungsgrundlage als hochgradig opportunistisch zu bezeichnen. Auf dem Speiseplan steht vor allem Tierisches, wie z. B.: Regenwürmer, Käfer, Wanzen, Larven, kleine Fische und Aas sowie Pflanzliches.

Verhalten

Die Lachmöwe ist die in Österreich am häufigsten anzutreffende Möwenart. Im Winter dringen Lachmöwen als Wintergäste aus den Nachbarländern sogar bis in die Wiener Innenstadt vor, wo sie sich vor allem in Gewässernähe aufhalten, etwa an der Donau, am Wienfluss oder in Parks wie dem Stadtpark und dem Türkenschanzpark. Im ländlichen Raum kann man sie häufig in großen Ansammlungen auf frisch gepflügten Feldern beobachten, wo sie nach Nahrung suchen.

Was kann ich tun?

In Städten mit Gewässern z.B.: in Wien, Gmunden oder Bregenz werden neben Enten auch oft Lachmöwen mit Brot gefüttert. Brot ist jedoch kein artgerechtes Futter und kann zu Verdauungsproblemen und Krankheiten führen.

Verbreitung

Auch wenn die Lachmöwe in Österreich an den meisten größeren Gewässern und deren Umland nahezu ganzjährig beobachtet werden kann, ist ihr Vorkommen als Brutvogel auf wenige Standorte beschränkt. Langjährig etablierte Kolonien bestehen im Rheindelta (Vorarlberg), am Unteren Inn (Oberösterreich) sowie im Neusiedler See-Gebiet (Burgenland). Ein neuer, bedeutender Koloniestandort entwickelte sich im Weidmoos (Salzburg).

Diese Verbreitungskarte stammt aus dem Österreichischen Brutvogelatlas 2013-2018 der 2024 im Verlag des Naturhistorischen Museums Wien erschienen ist.

Eigenschaften

Familie
Möwenverwandte (Laridae)
Gattung
Chroicocephalus
Zugverhalten
Teilzieher
Überwinterungsort
Mittelmeerraum, Küstenregionen Süd- und Westeuropas
Länge
34 – 43 cm
Spannweite
94 – 110 cm
Gewicht
1950 – 4000 g
Höchstalter EURING
-
Brutort
Am Boden in unmittelbarer Nähe zum Wasser, oft in Vegetation; nutz auch schwimmende Nisthilfen
Jahresbruten
1
Gelegegröße
3 (1 – 4) Eier
Brutdauer
21 – 27 Tage
Nestlingszeit
26 – 28 Tage (flugfähig)

Podcast

Publikationen

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Dieses Vogelportrait ist im Rahmen des Projekts "Stillgewässer in Österreich" entstanden, das durch den Biodiversitätsfonds des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie gefördert wird.