Mitmachaktionen

Frühlingsbote gesucht: Wer hört den ersten Kuckuck in Österreich?

Auf diesem Foto sehen sie eine BirdLife-Mitarbeiterin namens Lisa Lugerbauer.
Lisa Lugerbauer, BA17.03.2026
Ein Kuckuck sitzt auf einem Ast im Frühling.
Ein Kuckuck sitzt auf einem Ast im Frühling.
© Heinz Kolland

PRESSEAUSSENDUNG

Wien, 17.03.2026 – Wenn in den kommenden Wochen wieder ein klares „gu-kuh“ durch Wälder, Gärten und Wiesen klingt, dann ist er zurück: der Kuckuck. Kaum ein anderer Vogel steht so sehr für den Beginn des Frühlings wie er. BirdLife Österreich lädt daher auch heuer wieder alle Naturinteressierten ein, bei dieser Mitmach-Aktion teilzunehmen und den ersten gehörten Kuckuck des Jahres zu melden unter: https://www.birdlife.at/kuckuck-meldeaktion/

Ab Anfang April trifft der Kuckuck (Cuculus canorus) nach seiner langen Reise aus dem Überwinterungsgebiet südlich der Sahara wieder in Österreich ein. Sein markanter Ruf dient den Männchen dazu, ihre Reviere abzustecken. „Dabei ist der erste Ton stets höher als der zweite“, weiß Evelyn Hofer von der Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich. Währenddessen sind die Weibchen auf der Suche nach geeigneten Wirtsnestern. Denn der Kuckuck ist Österreichs einziger Vogel, der seine Eier nicht selbst ausbrütet, sondern sie anderen Arten zum Brüten und Aufziehen „anvertraut“.

Wie steht’s um den Kuckuck?

Der markante Ruf des Kuckucks wird immer seltener: In den letzten 40 Jahren ist sein Bestand in Europa um mehr als 40 % zurückgegangen. Auch in Österreich gibt es heute rund 30 % weniger Kuckucke als noch Ende der 1990er-Jahre. Nach einem Rückgang bis etwa 2010 dürfte sich der Bestand derzeit auf einem Niveau von etwa 100.000 bis 150.000 Vögeln stabilisiert haben. Die Entwicklung hängt eng mit dem Verlust geeigneter Lebensräume zusammen – sowohl in den heimischen Brutgebieten als auch an wichtigen Rastplätzen entlang der Zugroute. Zusätzlich setzen dem Zugvogel die illegale Verfolgung auf seinem Weg in die afrikanischen Überwinterungsgebiete und zurück nach Europa zu.

Weitere Einflussfaktoren sind der Rückgang einiger Wirtsvogelarten infolge von Lebensraumverschlechterungen sowie der Rückgang von Großinsekten. Der Kuckuck ernährt sich vor allem von großen Insekten, insbesondere von Schmetterlingsraupen, deren Bestände durch Pestizideinsatz und das Verschwinden von Nahrungspflanzen zurückgehen.

Auch die Klimakrise könnte eine Rolle spielen. Viele Wirtsvogelarten sind Kurzstreckenzieher und kehren aufgrund wärmerer Witterungsverhältnisse tendenziell früher aus ihren Winterquartieren zurück. Beim Kuckuck als Langstreckenzieher wird der Zeitpunkt der Rückkehr jedoch eher durch angeborene innere Rhythmen bestimmt. Dadurch könnte es passieren, dass er zu spät im Brutgebiet eintrifft, um noch geeignete Nester für seine Eiablage zu finden.

„Um solche Veränderungen besser zu verstehen, sind langfristige Beobachtungen entscheidend. Mit der Meldung Ihres ersten rufenden Kuckucks helfen Sie dabei, wichtige Daten zur Ankunft dieses faszinierenden Vogels zu sammeln“, so Hofer.

Jetzt mitmachen und den ersten Kuckucksruf melden!

Melden Sie uns Ihren ersten rufenden Kuckuck in diesem Frühjahr, sei es in der Nähe Ihres Gartens, beim Spaziergang am Stadtrand oder bei einer Wanderung!“, so Evelyn Hofer von BirdLife Österreich: „Machen Sie mit! Sie leisten dabei einen wertvollen Beitrag zur Erforschung des Kuckucks und haben gleichzeitig die Chance, tolle Preise zu gewinnen. Beobachtung können ganz einfach online gemeldet werden unter: https://www.birdlife.at/kuckuck-meldeaktion/

Rückfragehinweis

Lisa Lugerbauer, BA 1150 Wien, Diefenbachgasse 35/1/6 Mobil: +43 (0) 699 181 555 65 lisa.lugerbauer@birdlife.at

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