Bienenfresser

Merops apiaster

Auf diesem Foto sind zwei Bienenfresser im Prachtkleid zu sehen.
Ein junger Bienenfresser sitzt auf einem Kabel.
Ein Bienenfresser im Flug vor strahlend blauem Himmel.
Vier Bienenfresser sitzen auf einem Ast vor einer Brutwand.

Bienenfresser - Ruf

Maxime Pirio, XC771169. Erreichbar unter www.xeno-canto.org/771169
  • Status

    Diese Einstufungen basieren auf der Artenliste der Avifaunistischen Kommission Österreich (Jänner 2024).

    Regelmäßiger Brutvogel

  • Bestandstrend

    Diese Daten beschreiben Langzeittrends und stammen aus dem Österreichischen Brutvogelatlas (2013-2018).

    Zunehmend

  • Rote Liste (AT)

    Diese Daten stammen aus der Roten Liste Österreich (2017).

    Gefährdung droht

  • Bestandszahl

    Diese Daten stammen aus dem Österreichischen Brutvogelatlas (2013-2018).

    1.100 – 2.200 Brutpaare

  • Ampelliste

    Diese Daten stammen aus der von BirdLife Österreich erstellten Ampelliste (Liste der Vögel mit prioritärem Schutzbedarf).

    Gelb

  • Rote Liste (weltweit)

    Diese Daten stammen aus der Roten Liste der IUCN.

    Least concern (LC)

Wie erkenne ich einen Bienenfresser?

Der Bienenfresser ist unverkennbar, da er eine der wenigen bei uns heimischen Vogelarten ist, die durch ein exotisches Federkleid auffallen. Eine leuchtend gelbe Kehle, ein türkisfarbener Bauch- und Brustbereich sowie rostbraune Scheitel-, Nacken- und Rückenpartien kennzeichnen diesen auffälligen Vogel. Der schwarze Augenstreif sowie der lange, leicht gebogene Schnabel sind weitere Merkmale, die – gemeinsam mit den verlängerten mittleren Schwanzfedern – eine Bestimmung meist schon aus größerer Entfernung ermöglichen.

Wird häufig verwechselt mit

Der Bienenfresser ist bei uns eigentlich mit keiner anderen Vogelart zu verwechseln.

Stimme

Der Bienenfresser ist vor allem im Flug und in Trupps recht stimmfreudig. Sein durchdringendes „prrrüt prrrüt“ lässt sich gut von den Rufen anderer Vogelarten unterscheiden.

Lebensraum

Der Bienenfresser brütet in warmen, offenen bis halboffenen Landschaften, vor allem im Osten und Süden Österreichs. In Lebensräumen mit ausreichend geeigneten Wänden für die Brutröhren können die Kolonien auch größer sein und mehrere Dutzend Paare umfassen.

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Nahrung

Der Bienenfresser fängt seine Beute im Flug. Neben Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen zählen auch Libellen, Zikaden, flugfähige Käfer sowie beispielsweise Schmetterlinge zu seinem Nahrungsspektrum. Da einige seiner Beutetiere wehrhaft und/oder giftig sind, wird die Beute meist an einer Sitzwarte getötet und zuvor durchgeknetet, um den Stachel zu entfernen beziehungsweise die Giftdrüse zu entleeren.

Verhalten

Der Bienenfresser ist ein auffälliger Luftjäger, der gerne in Trupps und laut rufend unterwegs ist. Zur Zugzeit im Herbst lassen sich auch größere Ansammlungen auf Ästen, Leitungen oder Masten beobachten.

Was kann ich tun?

Der Bienenfresser ist eng an das Vorhandensein geeigneter Brutplätze gebunden. Entdeckt man Lösswände mit brütenden Bienenfressern, sollte man weitergehen und die Vögel aus sicherer Entfernung beobachten, um das Brutgeschehen nicht zu stören.

Haben Sie das gewusst?

"Der Bienenfresser ist ein Koloniebrüter und bei uns von Anfang Mai bis September zu beobachten. Jedes Jahr wird die meist über 80 cm lange Bruthöhle (Durchmesser 4–5 cm) neu gegraben. Das dauert etwa zwei bis drei Wochen."

Wolfgang Kantner

Leiter der BirdLife Landesstelle Wien

Verbreitung

Diese Verbreitungskarte stammt aus dem Österreichischen Brutvogelatlas 2013-2018 der 2024 im Verlag des Naturhistorischen Museums Wien erschienen ist.

Eigenschaften

Familie
Bienenfresser (Meropidae)
Gattung
Merops
Zugverhalten
Langstreckenzieher
Überwinterungsort
Südliches Afrika
Länge
27-29 cm
Spannweite
44-49 cm
Gewicht
45 - 75 g
Höchstalter EURING
7 Jahre, 2 Monate
Brutort
Erdhöhlen, sehr oft Lösswände oder aufgelassene Schottergruben.
Jahresbruten
1
Gelegegröße
5-7 Eier
Brutdauer
20-22 Tage
Nestlingszeit
20-25 Tage

Publikationen

Österreichischer Brutvogelatlas

Die Publikation "Österreichischer Brutvogelatlas 2013–2018" stellt 235 Vogelarten vor, die von 2013 bis 2018 in Österreich brüteten sowie ehem. und mögliche Brutvögel. Aktuell ist er ausverkauft.