Flussregenpfeifer

Charadrius dubius

Flussregenpfeifer bei der Paarung.
Ein Flussregenpfeifer steht auf Steinen.
Junge Flussregenpfeifer am Ufer eines Flusses.
Ein junger Flussregenpfeifer am Ufer eines Flusses.

Flussuferläufer - Gesang

Harald Pfleger, XC722381. Erreichbar unter www.xeno-canto.org/722381
  • Status

    Diese Einstufungen basieren auf der Artenliste der Avifaunistischen Kommission Österreich (Jänner 2024).

    regelmäßiger Brutvogel

  • Bestandstrend

    Diese Daten beschreiben Langzeittrends und stammen aus dem Österreichischen Brutvogelatlas (2013-2018).

    Abnehmend

  • Rote Liste (AT)

    Diese Daten stammen aus der Roten Liste Österreich (2017).

    Gefährdet

  • Bestandszahl

    Diese Daten stammen aus dem Österreichischen Brutvogelatlas (2013-2018).

    430 – 630 Brutpaare

  • Ampelliste

    Diese Daten stammen aus der von BirdLife Österreich erstellten Ampelliste (Liste der Vögel mit prioritärem Schutzbedarf).

    Gelb

  • Rote Liste (weltweit)

    Diese Daten stammen aus der Roten Liste der IUCN.

    Least concern (LC)

Wie erkenne ich einen Flussregenpfeifer?

Der Flussregenpfeifer ist ein kleiner, zierlicher Watvogel mit sandbrauner Oberseite und weißer Unterseite. Auffällig sind im Prachtkleid sein schwarzes Brustband, der weiße Stirnstreif sowie der schwarze Augenstreif, der durch das leuchtend gelbe Augenring betont wird. Im Schlichtkleid ist er weniger kontrastreich gezeichnet und das Brustband ist manchmal offen. Sein kurzer Schnabel und die langen, fleischfarbenen Beine verleihen ihm ein charakteristisches Erscheinungsbild.

Wird häufig verwechselt mit

Der Flussregenpfeifer wird am häufigsten mit dem Sandregenpfeifer verwechselt, der jedoch kürzere Beine hat und keinen gelben Lidring zeigt. Er ist in Österreich nur auf dem Durchzug zu beobachten. Auch eine Verwechslung mit dem äußerst seltenen, nur im Seewinkel brütenden Seeregenpfeifer ist möglich – doch auch ihm fehlt der charakteristische gelbe Lidring.

Stimme

Das Repertoirs an Rufen ist äußerst vielfältig und je nach Situation wie Erregung, Flucht, Angriff, Imponiergehabe, Balz und Singen unterschiedlich. Der Gesang entspricht in etwa der Aneinanderreihung verschiedener Ruftypen.

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Lebensraum

In Österreich sind Primärlebensräume möglichst vegetationsfreie Schotter- und Sandbänke in Form von Inseln und Ufern. Wichtig ist eine weite Sicht, weshalb er nur an größeren Flüssen brütet. Darüber hinaus werden vor allem Schottergruben als Sekundärlebensräume besiedelt, aber auch auf Kiesdächern und Parkplätzen wurden schon Bruten nachgewiesen

Nahrung

Auf dem Speiseplan stehen vor allem Insekten, wobei bewegliche Beutetiere deutlich bevorzugt werden , die im Spülsaumbereich von Flachwasserufern leben. Daneben werden auch Spinnen, Würmer, Weiche- und Krebstiere sowie verschiedene Sämereien gefressen.

Verhalten

Der Flussregenpfeifer bewegt sich in typischer Weise fort: Er läuft mit schnellen Schritten ein kurzes Stück, hält abrupt inne und setzt dann seinen Lauf fort – auf diese Weise verfolgt er auch seine Beutetiere.

Außerhalb der Brutzeit sind Flussregenpfeifer oft in kleinen Trupps unterwegs, auch mit anderen Vogelarten, wie z. B.: Sandregenpfeifern vergesellschaftet.

Haben Sie das gewusst?

Beim Führen des Nachwuchses wurden bereits Adoptionen fremder Jungvögel beobachtet."

Marcus Weber

Fachbereich Naturschutz

Was kann ich tun?

Der Verlust von natürlichen Fließgewässern gegen Ende des 19. Jahrhunderts hat dieser Vogelart stark zu schaffen gemacht. Umso wichtiger ist es, bestehende Lebensräume zu schützen – insbesondere auch von Störungen. Sollten Sie als Badegast von naturbelassenen Flüssen und Baggerteichen „nervöse“ Flussregenpfeifer wahrnehmen, ziehen Sie sich bitte zurück. Flussregenpfeifer sind stark störungsanfällig – Die Aufgabe der Brut muss unbedingt vermieden werden.

Verbreitung

Der Zwergtaucher ist in Österreich im Flach- und Hügelland weit verbreitet. Er besiedelt bevorzugt flache, oft sehr kleine Stillgewässer, die reich an Verlandungsvegetation sind. Da solche Gewässer punktuell und ungleich verteilt auftreten, hängt sein Vorkommen stark von der lokalen Verfügbarkeit geeigneter Lebensräume ab. Die meisten Gewässer und Brutplätze werden oft nur von einzelnen oder wenigen Paaren genutzt. Größere Brutbestände finden sich nur an Gewässern mit ausgedehnten Verlandungs- und Röhrichtzonen. Das mit Abstand größte Einzelvorkommen beherbergt der Schilfgürtel des Neusiedler Sees im Burgenland.

Diese Verbreitungskarte stammt aus dem Österreichischen Brutvogelatlas 2013-2018 der 2024 im Verlag des Naturhistorischen Museums Wien erschienen ist.

Eigenschaften

Familie
Regenpfeifer (Charadriidae)
Gattung
Charadrius
Zugverhalten
Langstreckenzieher
Überwinterungsort
Afrika (Sahara bis Küste Westafrikas)
Länge
14 – 17 cm
Spannweite
42 – 48 cm
Gewicht
26 – 53 g
Höchstalter EURING
18 Jahre 10 Monate
Brutort
Auf Kiesbänken mit keiner oder nur wenig Vegetation
Jahresbruten
1 (2)
Gelegegröße
4 Eier
Brutdauer
22 – 28 Tage
Nestlingszeit
24 – 29 Tage (Führungszeit)

Publikationen

Österreichischer Brutvogelatlas

Die Publikation "Österreichischer Brutvogelatlas 2013–2018" stellt 235 Vogelarten vor, die von 2013 bis 2018 in Österreich brüteten sowie ehem. und mögliche Brutvögel. Aktuell ist er ausverkauft.