Wiedehopf

Upupa epops

Ein Wiedehopf bei der Nahrungssuche.
Ein Wiedehopf bei der Nahrungssuche.
Ein Wiedehopf in einer Sandgrube in Niederösterreich.
Ein Wiedehopf mit Nahrung im Schnabel im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel.

Wiedehopf - Gesang

Miroslav Jelinek, XC132791. Erreichbar unter www.xeno-canto.org/132791
  • Status

    Diese Einstufungen basieren auf der Artenliste der Avifaunistischen Kommission Österreich (Jänner 2024).

    Regelmäßiger Brutvogel

  • Bestandstrend

    Diese Daten beschreiben Langzeittrends und stammen aus dem Österreichischen Brutvogelatlas (2013-2018).

    Abnehmend

  • Rote Liste (AT)

    Diese Daten stammen aus der Roten Liste Österreich (2017).

    Nicht gefährdet

  • Bestandszahl

    Diese Daten stammen aus dem Österreichischen Brutvogelatlas (2013-2018).

    450 – 650 Brutpaare

  • Ampelliste

    Diese Daten stammen aus der von BirdLife Österreich erstellten Ampelliste (Liste der Vögel mit prioritärem Schutzbedarf).

    Gelb

  • Rote Liste (weltweit)

    Diese Daten stammen aus der Roten Liste der IUCN.

    Least concern (LC)

Wie erkenne ich einen Wiedehopf?

Der Wiedehopf gehört bei uns zu den auffälligsten Vogelarten, wenngleich man ihn oftmals eher hört als sieht. Mit seinen kontrastreichen schwarz-weiß gebänderten Flügeln, dem langen, gebogenen Schnabel sowie der aufrichtbaren Federnhaube ist er eine sehr markante Erscheinung.

Der Flug ist wellenförmig: Die breiten, schwarz-weiß gebänderten Flügel werden fast nach jedem Flügelschlag angelegt, vor allem beim Zurücklegen größerer Strecken. Beide Geschlechter sind gleich gefärbt. Weibchen wirken oft eine Spur matter, was im Freiland jedoch kaum bzw. nur schwer zu erkennen ist – am ehesten im direkten Vergleich, wenn beide Geschlechter nebeneinandersitzen.

Wird häufig verwechselt mit

Der Wiedehopf ist eigentlich unverwechselbar, sowohl was seine Gestalt als auch seine Färbung betrifft – vorausgesetzt, die Entfernung zum beobachteten Vogel ist nicht zu groß.

Stimme

Auch die Stimme des Wiedehopfs ist sehr charakteristisch und kaum mit anderen Vogelarten zu verwechseln. Lediglich der Warnruf erinnert ein wenig an den Eichelhäher.

Der Gesang selbst – dem er auch seinen lateinischen Artnamen zu verdanken hat – ist ein meist drei- (seltener zwei- bis fünf-)silbiger, dumpfer Ruf „upupup“, der häufig in längerer Abfolge mit kurzen Pausen dazwischen vorgetragen wird.

Lebensraum

Der Wiedehopf bewohnt vor allem wärmeexponierte, halboffene Lebensräume mit spärlicher Vegetation, wie etwa Obst- und Weinkulturen, Trockenrasen oder Weideflächen. Seltener werden auch lichte Wälder besiedelt. Voraussetzung sind ein gutes Angebot an Großinsekten sowie geeignete bzw. ausreichend vorhandene Bruthöhlen.

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Nahrung

Hauptbestandteil der Nahrung sind größere Insekten und deren Entwicklungsstadien, etwa Käfer, Grillen, Heuschrecken und Schmetterlingsraupen. Besonders beliebt ist die Maulwurfsgrille. Die Nahrungssuche erfolgt überwiegend am Boden.

Verhalten

Der Wiedehopf ist vor allem zur Brutzeit akustisch und optisch auffällig. Bei der Nahrungssuche stochert er im Boden herum. Besonders markant ist sein Flug, bei dem die typischen Färbungsmerkmale sehr gut zu erkennen sind.

Was kann ich tun?

Haben Sie das gewusst?

"Als Schutz vor Feinden im Nestbereich haben Wiedehopfe (v.a. Nestlinge und Weibchen) eine besondere Strategie: sie sondern ein übelriechendes Sekret aus der Bürzeldrüse ab und können so oftmals Fressfeinde in die Flucht schlagen. Zusätzlich spritzen größere Nestlinge auch den Kot aus der Nisthöhle. "

Wolfgang Kantner

Leiter der BirdLife Landesstelle Wien

Verbreitung

Diese Karte zeigt die Verbreitung des Wiedehopfes in Österreich.

Diese Verbreitungskarte stammt aus dem Österreichischen Brutvogelatlas 2013-2018 der 2024 im Verlag des Naturhistorischen Museums Wien erschienen ist.

Eigenschaften

Familie
Wiedehopfe (Upupidae)
Gattung
Upupa
Zugverhalten
Langstreckenzieher
Überwinterungsort
Südlich der Sahara
Länge
26-29 cm
Spannweite
42-46 cm
Gewicht
55 - 80 g
Höchstalter EURING
16 Jahre, 3 Monate
Brutort
Baumhöhlen, Steinmauern, Gebäudewände, Nistkästen (werden gern angenommen)
Jahresbruten
1 (sehr selten 2)
Gelegegröße
5-8 Eier
Brutdauer
15-18 Tage
Nestlingszeit
20-28 Tage

Publikationen

Österreichischer Brutvogelatlas

Die Publikation "Österreichischer Brutvogelatlas 2013–2018" stellt 235 Vogelarten vor, die von 2013 bis 2018 in Österreich brüteten sowie ehem. und mögliche Brutvögel. Aktuell ist er ausverkauft.