Wiedehopf
Upupa epops




Wiedehopf - Gesang
Status
Regelmäßiger Brutvogel
Bestandstrend
Abnehmend
Rote Liste (AT)
Nicht gefährdet
Bestandszahl
450 – 650 Brutpaare
Ampelliste
Gelb
Rote Liste (weltweit)
Least concern (LC)
Wie erkenne ich einen Wiedehopf?
Der Wiedehopf gehört bei uns zu den auffälligsten Vogelarten, wenngleich man ihn oftmals eher hört als sieht. Mit seinen kontrastreichen schwarz-weiß gebänderten Flügeln, dem langen, gebogenen Schnabel sowie der aufrichtbaren Federnhaube ist er eine sehr markante Erscheinung.
Der Flug ist wellenförmig: Die breiten, schwarz-weiß gebänderten Flügel werden fast nach jedem Flügelschlag angelegt, vor allem beim Zurücklegen größerer Strecken. Beide Geschlechter sind gleich gefärbt. Weibchen wirken oft eine Spur matter, was im Freiland jedoch kaum bzw. nur schwer zu erkennen ist – am ehesten im direkten Vergleich, wenn beide Geschlechter nebeneinandersitzen.
Wird häufig verwechselt mit
Der Wiedehopf ist eigentlich unverwechselbar, sowohl was seine Gestalt als auch seine Färbung betrifft – vorausgesetzt, die Entfernung zum beobachteten Vogel ist nicht zu groß.
Stimme
Auch die Stimme des Wiedehopfs ist sehr charakteristisch und kaum mit anderen Vogelarten zu verwechseln. Lediglich der Warnruf erinnert ein wenig an den Eichelhäher.
Der Gesang selbst – dem er auch seinen lateinischen Artnamen zu verdanken hat – ist ein meist drei- (seltener zwei- bis fünf-)silbiger, dumpfer Ruf „upupup“, der häufig in längerer Abfolge mit kurzen Pausen dazwischen vorgetragen wird.
Lebensraum
Der Wiedehopf bewohnt vor allem wärmeexponierte, halboffene Lebensräume mit spärlicher Vegetation, wie etwa Obst- und Weinkulturen, Trockenrasen oder Weideflächen. Seltener werden auch lichte Wälder besiedelt. Voraussetzung sind ein gutes Angebot an Großinsekten sowie geeignete bzw. ausreichend vorhandene Bruthöhlen.
Nahrung
Hauptbestandteil der Nahrung sind größere Insekten und deren Entwicklungsstadien, etwa Käfer, Grillen, Heuschrecken und Schmetterlingsraupen. Besonders beliebt ist die Maulwurfsgrille. Die Nahrungssuche erfolgt überwiegend am Boden.
Verhalten
Der Wiedehopf ist vor allem zur Brutzeit akustisch und optisch auffällig. Bei der Nahrungssuche stochert er im Boden herum. Besonders markant ist sein Flug, bei dem die typischen Färbungsmerkmale sehr gut zu erkennen sind.
Was kann ich tun?
Haben Sie das gewusst?
"Als Schutz vor Feinden im Nestbereich haben Wiedehopfe (v.a. Nestlinge und Weibchen) eine besondere Strategie: sie sondern ein übelriechendes Sekret aus der Bürzeldrüse ab und können so oftmals Fressfeinde in die Flucht schlagen. Zusätzlich spritzen größere Nestlinge auch den Kot aus der Nisthöhle. "
Wolfgang Kantner
Leiter der BirdLife Landesstelle Wien
Verbreitung

Diese Verbreitungskarte stammt aus dem Österreichischen Brutvogelatlas 2013-2018 der 2024 im Verlag des Naturhistorischen Museums Wien erschienen ist.
Eigenschaften
- Familie
- Wiedehopfe (Upupidae)
- Gattung
- Upupa
- Zugverhalten
- Langstreckenzieher
- Überwinterungsort
- Südlich der Sahara
- Länge
- 26-29 cm
- Spannweite
- 42-46 cm
- Gewicht
- 55 - 80 g
- Höchstalter EURING
- 16 Jahre, 3 Monate
- Brutort
- Baumhöhlen, Steinmauern, Gebäudewände, Nistkästen (werden gern angenommen)
- Jahresbruten
- 1 (sehr selten 2)
- Gelegegröße
- 5-8 Eier
- Brutdauer
- 15-18 Tage
- Nestlingszeit
- 20-28 Tage
Publikationen

Österreichischer Brutvogelatlas
Die Publikation "Österreichischer Brutvogelatlas 2013–2018" stellt 235 Vogelarten vor, die von 2013 bis 2018 in Österreich brüteten sowie ehem. und mögliche Brutvögel. Aktuell ist er ausverkauft.
