PRESSEAUSSENDUNG
BirdLife Österreich präsentiert Endergebnis der „Stunde der Wintervögel“ 2026
Wien, 21.01.2026 – Österreichs größtes Citizen-Science-Projekt, die „Stunde der Wintervögel“, hat geschlagen! Noch nie war das Interesse an dieser Wintervogelzählung so groß: Im 17ten Jahr haben über 33.000 Naturbegeisterte eine Stunde lang die Vögel in unseren Städten und Dörfern gezählt – das sind rund ein Viertel mehr als im letzten Jahr. Den ersten Platz als häufigster Wintervogel im Siedlungsraum sicherte sich die Kohlmeise, gefolgt von Haussperling und Feldsperling. Durchschnittlich tummelten sich 29 Vögel in den heimischen, winterlichen Gärten. Insgesamt wurden 733.671 Vögel von 25.256 Zählorten in ganz Österreich gemeldet.
„Unsere Stunde der Wintervögel begeistert so viele Menschen wie noch nie“, freut sich Evelyn Hofer, Projektleiterin bei der Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich: „Wir sind überwältigt vom Interesse an unserer Zählung und dankbar für jede Meldung, die uns wertvolle Informationen über unsere heimische Vogelwelt liefert!“
Ergebniszusammenfassung
25.256 Meldungen (ein Plus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr) von 33.290 Teilnehmer:innen (ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr) zeigen folgende Ergebnisse:
Die Kohlmeise war zum Zählzeitpunkt (3. bis 6. Jänner 2026) der häufigste Vogel im winterlichen Siedlungsraum und wurde an neun von zehn Zählorten angetroffen. Zweithäufigster Vogel war der Haussperling, gefolgt vom Feldsperling auf Platz drei. Die Top-3-Plätze waren damit ident besetzt wie im Vorjahr.
Es wurden durchschnittlich 29 Vögel an jedem Zählort beobachtet, zwei weniger als im Vorjahr. „Diese Kennzahl ist über die letzten sechs Jahre bei leichten Schwankungen mehr oder weniger stabil. Im Langzeitvergleich über 17 Jahre zeigt sich jedoch eine deutliche Abnahme. Während in den ersten sechs Zähljahren noch durchschnittlich um die 40 Vögel pro Garten anwesend waren, sind es in den letzten sechs Jahren nur mehr durchschnittlich um die 30 Vögel je winterlichem Zählort“, so Hofer.
Die wichtigsten Trends
Im Vergleich zum Vorjahr blieben in Österreich heuer die Einflüge vieler Wintergäste aus dem Norden Europas weitgehend aus. Arten wie Bergfink, Kernbeißer oder Erlenzeisig wurden bei der „Stunde der Wintervögel“ deutlich seltener beobachtet. Die Ursachen dafür sind vielfältig. „Der Einflug von Wintergästen aus dem Norden wird immer durch eine Kombination mehrerer Faktoren bestimmt“, erklärt Evelyn Hofer von BirdLife Österreich. „Dazu zählen vor allem der Bruterfolg und das winterliche Nahrungsangebot in den nordischen Brutgebieten.“
Zusätzlich beeinflusst das Nahrungsangebot in Österreich, ob durchziehende Vögel hierbleiben oder weiterziehen. „Sind die Bedingungen bei uns ungünstig, ziehen viele Arten weiter nach Süden und bleiben nicht in Österreich“, so Hofer. Das Ausbleiben der Einflüge kann daher sowohl auf gute Bedingungen im Brutgebiet als auch auf ein geringeres Nahrungsangebot bei uns zurückzuführen sein.
Auch beim Stieglitz wurde heuer ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr festgestellt. Langfristig zeigt er jedoch als einziger Finkenvogel keinen negativen Trend im Winter. „Wir beobachten, dass der Stieglitz sein Zugverhalten verändert hat und infolge milderer Winter zunehmend ganzjährig bei uns bleibt“, erklärt Evelyn Hofer. Der heuer wieder strengere Winter mit Frost und Schnee dürfte jedoch vermehrt zu einem Abzug in wärmere Regionen geführt haben.“
Bei Arten wie Bergfink, Erlenzeisig oder Stieglitz können also die Winterbestände je nach Zuzug aus dem Norden oder Abzug in den Süden im Jahresvergleich stark schwanken. Die Datenreihe zeigt aber auch kontinuierliche Trends auf: Bei Sperlingen, Kohlmeisen, Blaumeisen und manchen Finkenarten kann langfristig eindeutig ein Rückgang festgestellt werden. „Typische Siedlungsvögel verlieren durch die zunehmende Verbauung bzw. Verdichtung des Siedlungsraums sowie naturfern gestaltete Grünräume unserer Städte und Dörfer ihre Lebensräume“, so die Ornithologin Hofer: „Je weniger heimische Hecken und alte Bäume, umso weniger Vögel!“
Eines der größten Sorgenkinder im winterlichen Siedlungsraum ist der Grünling (Grünfink). Der langfristige, extrem starke Rückgang dieser Art ist auf die Vogelkrankheit Trichomoniasis zurückzuführen, doch: „Die zunehmenden Lebensraumverschlechterungen in unseren Siedlungen, z. B. der Verlust dichter Hecken und Bäume sowie von Blührasen mit Löwenzahn und anderen Wildblumen als Nahrungsflächen, machen es dem Grünling zusätzlich schwer, sich im Bestand zu erholen“, so Evelyn Hofer von BirdLife Österreich.
Eine positive Entwicklung zeigt hingegen die Amsel: Nachdem es 2018 und 2019 zu deutlichen Bestandseinbrüchen gekommen war, wird die Amsel vor allem in den östlichen Bundesländern und in Vorarlberg seit 3 Jahren wieder etwas häufiger in den winterlichen Gärten beobachtet.
Preisverleihungen
Über 2.700 Fotos wurden im Rahmen des Fotowettbewerbs der "Stunde der Wintervögel" eingereicht. Für den besten Wintervogel-Schnappschuss geht ein unvergessliches Erlebnis im Foto-Hide oder eine spannende Seewinkel-Safari in der St. Martins Therme & Lodge an folgenden Gewinner: Markus Ettl aus der Steiermark.
Die Gewinner:innen des Kinderzeichenwettbewerbs wurden aus über 700 eingesendeten Zeichnungen ausgewählt:
Altersklasse 0 bis 6 Jahre: Theodor Stracke, 5 Jahre (Wien)
Altersklasse 7 bis 10 Jahre: Suna Lienharter, 9 Jahre (Tirol)
Altersklasse 11 bis 14 Jahre: Lea Salomon, 13 Jahre (Wien)



Die drei Gewinner-Kunstwerke des Zeichenwettbewerbs 2026.
Die drei Siegerbilder des Zeichenwettbewerbs werden von der Österreichischen Post AG in echte Briefmarken umgewandelt. Unter allen Einsendungen wurde das Fernglas MyJunior von Swarovski Optik verlost. Die glückliche Gewinnerin aus Bruck an der Leitha (NÖ) wurde bereits informiert.
Weiterführende Links
Das Endergebnis ist nachzulesen unter: https://www.stunde-der-wintervoegel.at
Nach Bundesländern und Regionen kann hier gefiltert werden: Tabellarische Ansicht: https://stunde-der-wintervoegel.at/ergebnis/ Kartenansicht: https://stunde-der-wintervoegel.at/ergebnis-karte/
Bundesländerergebnisse (in alphabetischer Reihenfolge)
Burgenland
Das Burgenland startete dieses Jahr mit einem Teilnahmerekord bei der „Stunde der Wintervögel“. Rund ein Viertel (24 Prozent) mehr vogelinteressierte Burgenländer:innen (1.567) als im Vorjahr zählten 39.345 Vögel im winterlichen Siedlungsraum. Die Podestplätze der häufigsten Vögel des östlichsten Bundeslandes gingen an den Haussperling auf Platz 1, die Kohlmeise auf Platz 2 und den Feldsperling auf Platz 3, entgegen dem gesamtösterreichischen Ranking (Kohlmeise auf 1, Haussperling auf 2, Feldsperling auf 3).
Durchschnittlich flogen 32 Vögel während der Zählstunde an den Zählpunkten ein, das sind drei mehr als im gesamtösterreichischen Schnitt. Der Sieger Haussperling zeigte sich an den Zähltagen in mehr als der Hälfte aller Zählorte (53 Prozent), die Kohlmeise wurde sogar in acht von zehn Fällen gesichtet und gemeldet, jedoch in kleineren Schwärmen als der Haussperling.
Bei den Feldsperlingen ließ sich ein Rückgang feststellen: 15 Prozent weniger gegenüber dem Vorjahr. Bei beiden Sperlingsarten zeigt sich langfristig ein negativer Trend im Burgenland. Durch die zunehmende Verbauung bzw. Verdichtung des Siedlungsraums und der Ortsränder sowie naturfern gestaltete Grünräume unserer Städte und Dörfer verlieren diese typische Siedlungsbewohner ihre Lebensräume.
Eines der größten Sorgenkinder im winterlichen, burgenländischen Siedlungsraum ist der Grünling (Grünfink) mit einem Minus von 32 Prozent bei der heurigen Zählung gegenüber dem Vorjahr. Er wurde diesmal nur an jedem fünften Zählort angetroffen, während er noch vor rund zehn bis 15 Jahren an zwei Drittel aller Zählplätze anwesend war. Dieser langfristige, starke Rückgang ist auf die Vogelkrankheit Trichomoniasis zurückzuführen. Die zunehmenden Lebensraumverschlechterungen in unseren Siedlungen durch den Verlust dichter Hecken und Bäume sowie Blührasen mit Löwenzahn und anderen Wildblumen als Nahrungsflächen machen es dem Grünling zusätzlich schwer, sich im Bestand zu erholen.
Im Vergleich zum Vorjahr blieben heuer sowohl in Österreich insgesamt als auch im Burgenland die Einflüge vieler Wintergäste aus dem Norden Europas weitgehend aus. Arten wie Bergfink, Kernbeißer oder Erlenzeisig wurden deutlich seltener beobachtet, im Burgenland zeigte sich beim Erlenzeisig beispielhaft ein Rückgang von rund 50 Prozent. Der Einflug von Wintergästen aus dem Norden wird durch eine Kombination mehrerer Faktoren bestimmt, etwa durch den Bruterfolg und das Nahrungsangebot in den Brutgebieten sowie durch die Nahrungsverfügbarkeit entlang des Zugweges und bei uns in Österreich.
Auch der Stieglitz ging im Burgenland mit minus 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Der heuer wieder strengere Winter mit Frost und Schnee dürfte vermehrt zu einem Abzug in südlichere Regionen geführt haben.
Eine positive Entwicklung zeigte die Amsel: Im Burgenland tritt die Amsel seit einigen Jahren wieder etwas häufiger in den winterlichen Gärten auf, nachdem es 2018 und 2019 zu deutlichen Bestandseinbrüchen gekommen war: Mit einem Plus von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Auftreten in rund acht von zehn Gärten (79 Prozent) setzt sich diese positive Entwicklung auch heuer weiter fort.
Kärnten
So viele Teilnehmer:innen wie noch nie gab es in Kärnten. Bei der diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ wurde von 2.616 Menschen an 2.029 Standorten insgesamt 68.938 Vögel gezählt. Durchschnittlich wurden 34 Vögel von jedem Zählort gemeldet. Kärnten hebt sich mit dieser Zahl deutlich vom Österreich-Durchschnitt (mit 29 Vögel je Zählort) ab. Mit durchschnittlich 9 Arten waren auch die meisten Vogelarten pro Meldung in Kärnten (gleichauf mit der Steiermark) zu finden.
Anders als in Restösterreich, war in Kärnten der Feldsperling auf Platz 1 und wurde in 58 Prozent der Gärten beobachtet. Der Haussperling landete mit einem Zuwachs von 18 Prozent auf Platz 2. Auf Platz 3 ist die Kohlmeise, die in neun von zehn Gärten beobachtet wurde und somit an den meisten Zählorten anwesend war. Die Amsel landete auf Platz 4 und konnte an acht von zehn der Beobachtungspunkte (77 Prozent) gezählt werden. Sie war somit nach der Kohlmeise am zweithäufigsten anzutreffen.
Entsprechend dem Österreich-Ranking, waren auch in Kärnten die meisten Finkenvögel rückläufig. Der Grünling stellte dabei einen Negativrekord auf, da er einen Rückgang von einem Drittel (31 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen hatte und auf Platz 17 landete. Vor zehn Jahren war der Grünfink noch auf Platz 6. Der Rückgang dieser Vogelart ist somit dramatisch. Diese langfristige deutliche Bestandsabnahme war zunächst auf die Vogelkrankheit Trichomoniasis zurückzuführen, doch die zunehmenden Lebensraumverschlechterungen in unseren Siedlungen durch den Verlust dichter Hecken und Bäume sowie Blührasen mit Löwenzahn und anderen Wildblumen als Nahrungsflächen machen es dem Grünling zusätzlich schwer, sich im Bestand zu erholen.
Im Vergleich zum Vorjahr blieben heuer sowohl österreichweit als auch in Kärnten die Einflüge vieler Wintergäste aus dem Norden Europas weitgehend aus. So fanden heuer keine nennenswerten Einflüge von Kernbeißern (minus 51 Prozent) sowie Erlenzeisigen (minus 15 Prozent) aus nordischen Ländern statt. Der Einflug von Wintergästen aus dem Norden wird durch eine Kombination mehrerer Faktoren bestimmt, etwa durch den Bruterfolg und das Nahrungsangebot in den Brutgebieten sowie durch die Nahrungsverfügbarkeit entlang des Zugweges und bei uns in Österreich.
Niederösterreich
Teilnahmerekord in Niederösterreich: 8.326 Niederösterreicher:innen, ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, stellten sich in den Dienst der Bürgerwissenschaft und zählten bei der „Stunde der Wintervögel“ insgesamt 177.532 Vögel im winterlichen Siedlungsraum. Dem gesamtösterreichischen Trend folgend flog die Kohlmeise auf Platz 1, gefolgt vom Haussperling auf Platz 2. Der Feldsperling wurde mit einem Minus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert auf den dritten Platz verwiesen.
An den niederösterreichischen Zählorten wurden durchschnittlich rund 28 Vögel beobachtet, das ist einer weniger als im Österreich-Durchschnitt. Dabei konnten sich die Teilnehmenden über durchschnittlich sieben verschiedene Vogelarten freuen.
Eine positive Entwicklung zeigt die Amsel: In Niederösterreich tritt die Amsel seit einigen Jahren wieder etwas häufiger in den winterlichen Gärten auf, nachdem es 2018 und 2019 zu deutlichen Bestandseinbrüchen gekommen war: Das Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr sowie der Platz 4 der häufigsten Wintervögel zeigten, dass sich diese positive Entwicklung weiter fortsetzt.
Eines der größten Sorgenkinder im winterlichen, niederösterreichischen Siedlungsraum stellt der Grünling (Grünfink) mit einem erneuten Minus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar. Noch vor rund 15 Jahren war er an jedem zweiten Zählort anzutreffen, mittlerweile leider nur mehr an jedem Fünften. Diese langfristige deutliche Bestandsabnahme ist zunächst auf die Vogelkrankheit Trichomoniasis zurückzuführen. Doch die zunehmenden Lebensraumverschlechterungen in den Siedlungen durch den Verlust dichter Hecken und Bäume sowie Blührasen mit Löwenzahn und anderen Wildblumen als Nahrungsflächen machen es dem Grünling zusätzlich schwer, sich im Bestand zu erholen.
Im Vergleich zum Vorjahr blieben heuer sowohl in Österreich insgesamt als auch in Niederösterreich die Einflüge vieler Wintergäste aus dem Norden Europas weitgehend aus: So fanden heuer keine nennenswerten Einflüge von Bergfinken (minus 66 Prozent), Kernbeißern (minus 51 Prozent) sowie Erlenzeisigen (minus 11 Prozent) aus nordischen Ländern statt. Der Einflug von Wintergästen aus dem Norden wird durch eine Kombination mehrerer Faktoren bestimmt, etwa durch den Bruterfolg und das Nahrungsangebot in den Brutgebieten sowie durch die Nahrungsverfügbarkeit entlang des Zugweges und bei uns in Österreich.
Auch der Stieglitz wurde weniger häufig beobachtet. Während die Art langfristig keinen negativen Trend im Winterzeigt, dürfte der heuer wieder strengere Winter mit Frost und Schnee vermehrt zu einem Abzug in südlichere Regionen geführt haben. Das zeigte sich in Niederösterreich mit einem Minus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Unter allen Einsendungen des Kinder-Zeichenwettbewerbs wurde das Fernglas My Junior von Swarovski Optik verlost, die Gewinnerin aus Bruck an der Leitha (NÖ) wurde bereits informiert.
Oberösterreich
6.460 Oberösterreicher:innen, das waren um 16 Prozent mehr als im Vorjahr, beteiligten sich an der diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ und sorgten damit für einen Teilnahmerekord in ihrem Bundesland. Sie zählten insgesamt 145.713 Vögel an 4.897 winterlichen Zählorten, das entspricht 30 Vögel pro Meldung, einem mehr als im gesamtösterreichischen Durchschnitt, jedoch vier weniger als im Vorjahr. Diese Abnahme ist überwiegend auf den vorjährigen starken Einflug von Bergfinken und Kernbeißern zurückzuführen, der heuer ausblieb.
Die Stockerlplätze veränderten sich gegenüber dem Vorjahr nicht: Gold ging an die Kohlmeise, Silber an den Feldsperling, Bronze an den Haussperling. Stark war auch die Amsel auf Platz 4. Seit einigen Jahren tritt sie wieder etwas häufiger in den oberösterreichischen Gärten auf, nachdem es 2018 bis 2020 zu deutlichen Bestandseinbrüchen gekommen war. Mit einem Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr setzt sich die positive Entwicklung weiter fort.
Im Vergleich zum Vorjahr blieben heuer sowohl in Österreich insgesamt als auch in Oberösterreich die Einflüge vieler Wintergäste aus dem Norden Europas weitgehend aus: So fanden heuer keine nennenswerten Einflüge von Bergfinken (minus 79 Prozent; im Vorjahr auf Platz 4, heuer auf Platz 12), Kernbeißern (minus 56 Prozent) sowie Erlenzeisigen (minus 40 Prozent) aus nördlichen europäischen Ländern statt. Der Einflug von Wintergästen aus dem Norden wird durch eine Kombination mehrerer Faktoren bestimmt, etwa durch den Bruterfolg und das Nahrungsangebot in den Brutgebieten sowie durch die Nahrungsverfügbarkeit entlang des Zugweges und bei uns in Österreich.
Auch der Stieglitz wurde weniger häufig beobachtet. Während die Art langfristig keinen negativen Trend im Winter zeigt, dürfte der heuer wieder strengere Winter mit Frost und Schnee vermehrt zu einem Abzug in südlichere Regionen geführt haben. Das zeigte sich in Oberösterreich mit einem Minus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Eines der größten Sorgenkinder im winterlichen Siedlungsraum stellt der Grünling (Grünfink) mit einem Minus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar. Noch vor rund 15 Jahren war er an sechs von zehn Zählorten anzutreffen, in diesem Jahr nur noch an zwei von zehn. Diese langfristige deutliche Bestandsabnahme ist zunächst auf die Vogelkrankheit Trichomoniasis zurückzuführen. Doch die zunehmenden Lebensraumverschlechterungen in unseren Siedlungen durch den Verlust dichter Hecken und Bäume sowie Blührasen mit Löwenzahn und anderen Wildblumen als Nahrungsflächen machen es dem Grünling zusätzlich schwer, sich im Bestand zu erholen.
Salzburg
Die Salzburger:innen setzten bei der diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ ein starkes Zeichen für den Vogelschutz: Mit einem Beteiligungsplus von 34 Prozent zählten 1.937 Vogelbegeisterte für eine Stunde lang die Wintervögel in Salzburgs Siedlungen.
Die Salzburger:innen ermittelten folgende Vogelarten als häufigste Wintervögel im Siedlungsraum: Wie im Vorjahr ging Platz 1 an den Haussperling, Platz 2 an die Kohlmeise und Platz 3 ging an die Amsel.
Von 1.496 Zählorten, einem satten Plus von einem Viertel (plus 31 Prozent) gegenüber dem Vorjahr, wurden durchschnittlich 26 Vögel gemeldet, das waren drei weniger als in Gesamtösterreich sowie auch drei weniger gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang lässt sich vor allem auf ein Ausbleiben von Wintergästen aus nördlicheren europäischen Regionen zurückführen: So fanden heuer keine nennenswerten Einflüge von Bergfinken (minus 80 Prozent), Kernbeißern (minus 64 Prozent) sowie Erlenzeisigen (minus 49 Prozent) aus nördlichen europäischen Ländern statt. Der Einflug von Wintergästen aus dem Norden wird durch eine Kombination mehrerer Faktoren bestimmt, etwa durch den Bruterfolg und das Nahrungsangebot in den Brutgebieten sowie durch die Nahrungsverfügbarkeit entlang des Zugweges und bei uns in Österreich. Auch der Stieglitz wurde weniger häufig beobachtet. Während die Art langfristig keinen negativen Trend im Winter zeigt, dürfte der heuer wieder strengere Winter mit Frost und Schnee vermehrt zu einem Abzug in südlichere Regionen geführt haben. Das zeigte sich in Salzburg mit einem Minus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Eines der größten Sorgenkinder im winterlichen Siedlungsraum Salzburgs stellt der Grünling (Grünfink) mit einem erneuten Minus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar. Seine langfristige, deutliche Bestandsabnahme ist zunächst auf die Vogelkrankheit Trichomoniasis zurückzuführen. Doch die zunehmenden Lebensraumverschlechterungen in unseren Siedlungen durch den Verlust dichter Hecken und Bäume sowie Blührasen mit Löwenzahn und anderen Wildblumen als Nahrungsflächen machen es dem Grünling zusätzlich schwer, sich im Bestand zu erholen.
Steiermark
Rekord in der Steiermark! Über alle Bundesländer betrachtet verzeichnete die Steiermark den stärksten Zuwachs an Teilnehmenden an der „Stunde der Wintervögel“: Mehr als ein Drittel mehr Personen (plus 37 Prozent) als im Vorjahr dokumentierten die Vögel am Futterhaus.
5.881 Teilnehmer:innen zählten in den winterlichen Städten und Dörfern insgesamt 146.519 Vögel. Durchschnittlich wurden 34 Vögel pro Zählung (um fünf mehr als im österreichischen Durchschnitt) aus 9 unterschiedlichen Vogelarten beobachtet. Damit liegt die Steiermark auch beim Artenreichtum an den Zählpunkten im Spitzenfeld. Der Haussperling flog auf Platz 1, Platz 2 ging knapp an den Feldsperling, den dritten Platz sicherte sich die Kohlmeise. Ein deutliches Zeichen setzte die Amsel mit Platz 4 und einem Anstieg von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach einem deutlichen Rückgang zwischen den Jahren 2017 und 2020 lässt sich wieder eine positive Entwicklung erkennen.
Eines der größten Sorgenkinder im winterlichen, steirischen Siedlungsraum stellt der Grünling (Grünfink) mit einem erneuten Minus von einem Viertel (23 Prozent) gegenüber dem Vorjahr dar. Während er vor 15 Jahren noch an jedem zweiten Zählort vorkam, wurde er heuer nur mehr in 16 Prozent der Gärten oder Parks gesichtet. Diese langfristige deutliche Bestandsabnahme ist zunächst auf die Vogelkrankheit Trichomoniasis zurückzuführen. Doch die zunehmenden Lebensraumverschlechterungen in unseren Siedlungen durch den Verlust dichter Hecken und Bäume sowie Blührasen mit Löwenzahn und anderen Wildblumen als Nahrungsflächen machen es dem Grünling zusätzlich schwer, sich im Bestand zu erholen.
Im Vergleich zum Vorjahr blieben heuer sowohl in Österreich insgesamt als auch in der Steiermark die Einflüge vieler Wintergäste aus dem Norden Europas weitgehend aus: So fanden heuer keine nennenswerten Einflüge von Kernbeißern (minus 63 Prozent) und Bergfinken (minus 34 Prozent) aus nördlichen europäischen Ländern statt. Der Einflug von Wintergästen aus dem Norden wird durch eine Kombination mehrerer Faktoren bestimmt, etwa durch den Bruterfolg und das Nahrungsangebot in den Brutgebieten sowie durch die Nahrungsverfügbarkeit entlang des Zugweges und bei uns in Österreich.
Auch der Stieglitz wurde weniger häufig beobachtet. Während die Art langfristig keinen negativen Trend im Winter zeigt, dürfte der heuer wieder strengere Winter mit Frost und Schnee vermehrt zu einem Abzug in südlichere Regionen geführt haben. Das zeigte sich in der Grünen Mark mit einem Minus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Preis für den besten Wintervogel-Schnappschusses geht an den Steirer Markus Ettl. Über 2.700 Fotos wurden im Rahmen des Fotowettbewerbs der „Stunde der Wintervögel" 2026 eingereicht.
Tirol
Rekordbeteiligung in Tirol: Ein Viertel mehr Tiroler: innen (plus 35 Prozent) als im Vorjahr, konkret 1.964, nahmen bei der diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ teil und meldeten insgesamt 44.290 Vögel aus dem Siedlungsraum. Wie bereits im Vorjahr gingen die Medaillen der häufigsten winterlichen Siedlungsvögel an: Gold für den Haussperling, Silber für die Kohlmeise und Bronze für die Amsel.
Die durchschnittliche Anzahl der Kohlmeisen stieg gegenüber dem Vorjahr leicht an (plus 8 Prozent), die Feldsperlinge legten um 22 Prozent zu, waren also nahezu um ein Viertel häufiger anzutreffen als im Vorjahr und erreichten damit Platz 4.
Durchschnittlich tummelten sich 29 Vögel pro Zählort. Das entsprach exakt dem österreichischen Durchschnitt, war jedoch um zwei Vögel weniger als im Vorjahr, als starke Einflüge von Bergfinken und auch Kernbeißern aus nördlicheren Regionen in Tirol zu beobachten waren. Zum heurigen Zählzeitpunkt blieben nennenswerte Einflüge dieser Arten und auch anderer Wintergäste weitgehend aus. Der Einflug von Wintergästen aus dem Norden wird durch eine Kombination mehrerer Faktoren bestimmt, etwa durch den Bruterfolg und das Nahrungsangebot in den Brutgebieten sowie durch die Nahrungsverfügbarkeit entlang des Zugweges und bei uns in Österreich.
Der Stieglitz zeigte sich deutlich seltener als im Vorjahr mit einem Minus von 15 Prozent. Während die Art langfristig keinen negativen Trend im Winter zeigt, dürfte der heuer wieder strengere Winter mit Frost und Schnee vermehrt zu einem Abzug in südlichere Regionen geführt haben.
Eines der größten Sorgenkinder im winterlichen Siedlungsraum ist in Tirol der Grünling (Grünfink). Gegenüber dem Vorjahr verlor er um 20 Prozent und wurde durchschnittlich nur noch an zwei von zehn Zählorten (18 Prozent) gesehen. Der langfristige, extrem starke Rückgang dieser Art ist auf die Vogelkrankheit Trichomoniasis zurückzuführen, doch auch die zunehmenden Lebensraumverschlechterungen in unseren Siedlungen durch den Verlust dichter Hecken und Bäume sowie Blührasen mit Löwenzahn und anderen Wildblumen als Nahrungsflächen machen es dem Grünling zusätzlich schwer, sich im Bestand zu erholen.
Zum diesjährigen Zählzeitpunkt zeigten sich wieder deutlich mehr Alpendohlen im Siedlungsraum Tirols als im Vorjahr, da diese aufgrund des starken Wintereinbruchs bereits ab November vom Hochgebirge in die Täler auf Nahrungssuche flogen. Die Alpendohle war dadurch der zehnthäufigste Wintervogel in Tirols Städten und Dörfern, mit einem Plus von 90 Prozent gegenüber 2025.
Die Gewinnerin des Kinderzeichenwettbewerbs wurden aus über 700 eingesendeten Zeichnungen ausgewählt: Altersklasse 7 bis 10 Jahre: Suna Lienharter, 9 Jahre (Tirol)
Vorarlberg
Rekord im Ländle! 1.284 Vogelbegeisterte (plus 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr), meldeten von 1.013 Zählorten – so vielen wie nie zuvor (ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr) – insgesamt 27.550 Vögel. Regen Zulauf fand auch der erstmals eingerichtete Infopoint zur „Stunde der Wintervögel“ im Naturpark Alter Rhein, Lustenau.
Die häufigsten Wintervögel in Vorarlberg waren wie bereits im Vorjahr: Auf Platz 1 der Hausperling, auf Platz 2 die Kohlmeise und auf Platz 3 die Amsel.
Im Schnitt wurden 27 Vögel pro Zählort gemeldet, einer mehr als im Vorjahr, jedoch zwei weniger als im österreichischen Durchschnitt.
Im Vergleich zum Vorjahr blieben heuer sowohl in Österreich insgesamt als auch in Vorarlberg die Einflüge vieler Wintergäste aus dem Norden Europas weitgehend aus: So fanden heuer keine nennenswerten Einflüge von Bergfinken und Erlenzeisigen aus nördlichen europäischen Ländern statt. Der Einflug von Wintergästen aus dem Norden wird durch eine Kombination mehrerer Faktoren bestimmt, etwa durch den Bruterfolg und das Nahrungsangebot in den Brutgebieten sowie durch die Nahrungsverfügbarkeit entlang des Zugweges und bei uns in Österreich.
Entgegen dem Österreichtrend zeigten sich in Vorarlberg mehr Sperlinge und Kohlmeisen als im Vorjahr, auch Amseln waren deutlich häufiger im Siedlungsraum anzutreffen mit einem Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach einem markanten Rückgang der Amsel im Jahr 2023 zeigt sich seitdem wieder eine stetige Zunahme.
Auch der Grünling (Günfink), ein Sorgenkind unserer Siedlungsgebiete, hielt sich in Vorarlberg – im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern häufiger auf als im Vorjahr – und zwar sogar um 20 Prozent. Diese Finkenart ist in Vorarlberg generell weniger häufig zu beobachten als in den anderen Bundesländern. Aber auch hier ist sie – wie österreichweit – langfristig rückläufig, unter anderem aufgrund der Vogelkrankheit Trichomoniasis. Während die Bestände andernorts weiter abnehmen, haben sie sich in Vorarlberg seit etwa 2022 auf sehr niedrigem Niveau stabilisiert, er wurde wie schon in den letzten Jahren nur an rund jedem zehnten Zählort beobachtet.
Wien
So viele teilnehmende Wiener:innen wie noch nie verzeichnete die diesjährige „Stunde der Wintervögel“. Mit einem satten Plus von 24 Prozent, also ein Viertel mehr gegenüber dem Vorjahr, beobachteten 3.255 Interessiere an so vielen Zählorten wie noch nie in der Bundeshauptstadt (2.453 Zählorte, ein Plus von 21 Prozent).
Die häufigsten Vögel in der winterlichen Hauptstadt waren die Kohlmeise auf Platz 1, die Aaskrähe auf Platz 2 und die Amsel auf Platz 3, die gegenüber dem Vorjahr einen Platz gutmachte und die Blaumeise vom Podest verdrängte.
Durchschnittlich beobachteten die Wiener:innen 18 Vögel pro Zählort, das war ein Vogel mehr als im Vorjahr. Sie meldeten im Schnitt fünf Vogelarten. Das ist der geringste Wert innerhalb Österreichs, was dem überwiegend städtischen Lebensraum geschuldet ist.
Zuwächse zeigten sich bei den Aaskrähen mit einem Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr sowie bei der Amsel mit einem Plus von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als die Amsel noch auf Platz 4 lag.
Deutliche Rückgänge waren hingegen erneut bei den Sperlingen festzustellen: Feldsperling minus 17 Prozent, Haussperling minus 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit Beginn der Zählreihe im Jahr 2010 gingen die Zahlen beider Arten um mehr als die Hälfte zurück. Spatzen halten sich ganzjährig im Wiener Stadtgebiet bzw. am Stadtrand auf und ihre Zahlen werden nicht durch Witterungsverhältnisse, Samenangebot im Wald oder Zuzug aus dem Norden beeinflusst. Die Ursachen für das sinkende Auftreten sind in den Lebensraumverschlechterungen für Vögel in den Siedlungen zu finden: Zunehmend naturfern gestaltete Grünflächen und Gärten, der Verlust von Hecken und alten Baumbeständen und die ungebremste Verbauung wirken sich negativ auf die Bestände der Siedlungsvögel aus. In Wien dürfte das Haus- und Feldsperling, umgangssprachlich „Spatzen“, besonders treffen.
Ein weiteres Sorgenkind im Wiener Stadtgebiet ist der Grünling (Grünfink) mit einem erneuten Minus von 19 Prozent bei der heurigen Zählung. Er wurde heuer nur an 8 Prozent der Zählorte beobachtet, während er noch vor rund 10 bis 15 Jahren an etwa 40 Prozent aller Zählplätze anwesend war. Dieser langfristige, starke Rückgang ist zunächst auf die Vogelkrankheit Trichomoniasis zurückzuführen. Doch auch die zunehmenden Lebensraumverschlechterungen in unseren Siedlungen durch den Verlust dichter Hecken und Bäume sowie Blührasen mit Löwenzahn und anderen Wildblumen als Nahrungsflächen machen es dem Grünling zusätzlich schwer, sich im Bestand zu erholen.
Die Gewinner:innen des Kinderzeichenwettbewerbs wurden aus über 700 eingesendeten Zeichnungen ausgewählt: Altersklasse 0 bis 6 Jahre: Theodor Stracke, 5 Jahre (Wien), Altersklasse 11 bis 14 Jahre: Lea Salomon, 13 Jahre (Wien).




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Dr. Susanne Schreiner, Pressesprecherin BirdLife Österreich 1150 Wien, Diefenbachgasse 35/1/6 Mobil: +43 (0) 699 181 555 65 susanne.schreiner@birdlife.at
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