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Wien, 18.02.2026 – Noch stehen die Athlet:innen der Olympischen Winterspiele in den Startlöchern und auch in der Natur stehen die Zeichen noch auf Winter. Doch lange lässt sich der Frühling nicht mehr aufhalten, und spätestens mit der nächsten wärmeren Wetterphase beginnt auch der Vogelfrühling. Dann werden die ersten Vogelarten wie Kohl- und Blaumeisen oder Kleiber nach geeigneten Brutplätzen suchen. So ist für Vogelfreund:innen jetzt der Endspurt gekommen, um den Gartenvögeln rechtzeitig vor Beginn der Brutzeit mit passenden Nisthilfen ein willkommenes Zuhause zu bieten. Zudem gilt: Ein passender Brutplatz allein reicht nicht. Für eine erfolgreiche Jungenaufzucht braucht es auch ein ausreichendes natürliches Nahrungsangebot in einem vogelfreundlich gestalteten Garten. Welche Vogelart man mit welcher Nisthilfe und natürlichem Brutplatzangebot am besten unterstützen kann, lesen Sie in der neu überarbeiteten BirdLife-Broschüre „Vögel auf Wohnungssuche“. Für das richtige Rundherum sorgen die Tipps zur vogelfreundlichen Gartengestaltung in der Broschüre „Gefiederte Gäste im Hausgarten“ – beide kostenfrei bei BirdLife Österreich zu bestellen (office@birdlife.at, 01 523 46 51).
Was brauchen Höhlenbrüter?
Höhlenbrütende Vögel wie Meisen, Kleiber oder Gartenrotschwanz ziehen ihre Jungen in geschützten Hohlräumen auf, die sie in alten Bäumen finden. In vielen Gärten und Parks sind natürliche Baumhöhlen Mangelware. Dann können Nistkästen ein guter Ersatz und eine Ergänzung des bestehenden Brutplatzangebots sein. Ausschlaggebend sind hierbei die richtigen Maße. „Jede Vogelart hat andere Ansprüche. Hängen Sie in Ihrem Garten am besten unterschiedliche Nistkästen auf, damit möglichst viele Höhlenbrüter zum Zug kommen“, so Expertin Karner-Ranner. Und weiter: „ Der Februar ist die optimale Zeit dafür – rechtzeitig, bevor sich die ersten Höhlenbrüter auf die Suche nach einem geeigneten Brutplatz machen.“
Nistkästen für Kohlmeisen haben am besten eine Grundfläche von mindestens 14 x 14 cm (Innenmaß) und ein Einflugloch mit 32 mm Durchmesser. Für die kleine Blaumeise sollte das Einflugloch kleiner sein, damit die stärkeren Kohlmeisen nicht einziehen. Der inzwischen selten gewordene Gartenrotschwanz hat es in der Bruthöhle gerne etwas heller, weshalb man für ihn ein größeres, hochovales Einflugloch oder gleich zwei Öffnungen vorsieht.
Was brauchen Gebäudebrüter?
Gebäudebrütende Vögel wie Mauersegler, Hausrotschwanz oder Mehlschwalbe nisten bevorzugt an, in oder auf menschlichen Bauwerken wie Häusern, Brücken oder Türmen. Durch moderne Bauweisen und Sanierungen werden diese Nistplätze rar. Spezielle Nisthilfen für Gebäudebrüter können hier helfen.
Mauersegler brauchen einen Kasten mit mindestens 45 cm Diagonalmaß, damit die Jungvögel vor dem Ausflug ihre Flügel trainieren können. Der Hausrotschwanz bezieht halb offene Nischenbrüterkästen. Schwalben kann man künstliche Schwalbennester anbieten oder sie beim Nestbau durch das Anbieten von lehmiger Erde unterstützen.
Nistplätze für Freibrüter
Freibrütende Vogelarten wie Amseln, Grünlinge und Mönchsgrasmücken sowie Bluthänflinge oder Girlitze nutzen keine Nistkästen. Diese Arten brauchen sichere Brutplätze in dornigen Hecken, dichten Kletterpflanzen oder Bäumen. Ihnen kann mit einer vogelfreundlichen Gartengestaltung geholfen werden.
„Die Gartengestaltung und Pflanzenauswahl ist von grundlegender Bedeutung für alle Siedlungsvögel, egal, wo sie brüten“, so Eva Karner-Ranner. „Eine vogelfreundliche Gartengestaltung für heimische Siedlungsvögel bedeutet, den Garten als naturnahen Lebensraum so zu gestalten, dass er Nahrung, Unterschlupf, Nistmöglichkeiten und Wasser bietet. Jede:r hat es in der Hand, den Vögel eine artenreiche Oase zu gestalten!“, so die Vogelschützerin Eva Karner -Ranner von BirdLife-Österreich.
Bestellhinweise
Die neu überarbeitete BirdLife-Broschüre „Vögel auf Wohnungssuche“ zeigt, wie man diversen Vogelarten mit der richtigen Nisthilfe und den richtigen Maßnahmen am besten unterstützen kann.

Die Broschüre „Gefiederte Gäste im Hausgarten“ gibt Tipps zur vogelfreundlichen Gartengestaltung und einer optimalen Versorgung der Vögel und ihrer Jungen.
Kostenfrei bei BirdLife Österreich zu bestellen unter: office@birdlife.at oder 01 523 46 51.
Rückfragehinweis
Dr. Susanne Schreiner, Pressesprecherin BirdLife Österreich 1150 Wien, Diefenbachgasse 35/1/6 Mobil: +43 (0) 699 181 555 65 susanne.schreiner@birdlife.at
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