Unsere Vögel sind in Gefahr: Die EU möchte die Naturschutzrichtlinien aufschnüren! Damit könnten Abschüsse und Infrastrukturprojekte erleichtert werden – werden Sie dagegen aktiv und unterschreiben Sie #HandsOffNature!
Zu den wichtigsten Naturschutzregelungen der EU gehören die Vogelschutzrichtlinie und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH). Sie sind die Eckpunkte des Natura-2000-Netzwerks, das die bedrohte Biodiversität in der EU schützen soll. Bedeutenden Lobbies sind die Schutzmechanismen der Richtlinien ein Dorn im Auge – daher hat die EU vor, die Richtlinien einem „Stress Test“ zu unterziehen und damit aufzuschnüren. Zweck des Stress Tests ist es, zu prüfen, ob sie noch für die Umsetzung ihrer Ziele geeignet sind, auch im Lichte des Klimawandels und der jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse.
Manche Interessensgruppen erachten die Regeln als hinderlich zum Beispiel für die Bewältigung der Energiewende oder die Fischerei. Sie fordern dafür daher Ausnahmen, sodass die Tötung zum Beispiel fischfressender Vögel oder von Windkraftanlagen bedrohter Vögel zulässig werden könnte.
Völlig außer Acht gelassen wird dabei jedoch, dass die praktische nationale Umsetzung der Richtlinien in vielerlei Hinsicht zu wünschen übrig lässt – es fehlt leider an klaren Schutzzielen, effektiven Managementplänen und ausreichenden Geldmitteln, damit die Richtlinien überhaupt ihre volle Wirkung auf den Boden bringen können. Wenn diese Mängel nämlich behoben würden, würde sich herausstellen, dass die Naturschutzrichtlinien durchaus für ihre Zwecke geeignet sind – jedoch werden mit dem Stress Test in Wirklichkeit die Zwecke der Vogelschutzrichtlinie und der FFH-Richtlinie bekämpft.
Lassen Sie nicht zu, dass die Vogelschutzrichtlinie und die FFH-Richtlinie aufgeschnürt werden und unsere Vögel mit fragwürdigen Mitteln noch stärker bedroht werden. Helfen Sie uns bitte mit vielen anderen Umweltorganisationen, gegen den Kahlschlag der EU-Naturschutzrichtlinien anzukämpfen und unterschreiben Sie die EU-weite Kampagne!











